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@@ -369,7 +369,7 @@ Fünfzehn Jahre später wurde in dem von Sünden­ver­tilgern verwüsteten Kön
Der Wille der echten Minfilia - jenem Orakel des Lichts, welches aus dem Ursprung kam, um den ersten Splitter vor dem Untergang zu bewahren, und welche zuvor als Anführerin des Bundes der Morgenröte fungiert hatte - war für dieses Mysterium verantwortlich. Um zu gewährleisten, dass der Schlüssel zur endgültigen Rettung Norvrandts - die Immunität gegen die Sünden­ver­tilger, auch als „Gnade des Lichts“ bekannt - weiterhin fortbestehen konnte, beseelte Minfilia die Körper geeigneter Mädchen mit ihrem Geist. Jene, die ihre Gabe annahmen, dienten somit als Medium des Orakels und als lebender Beweis für den andauernden Schutz durch die Gnade des Lichts für die Bewohner des ersten Splitters.
Auch Ryne ist eines dieser Mädchen. Doch ihre Rolle als Symbol der Hoffnung sollte ihr durch die Machenschaften des einstigen Herrschers von Eulmore, Vauthry, für lange Zeit verwehrt bleiben. Dieser ließ die gerade einmal fünf Jahre alte Ryne nämlich durch seinen treuen General Ran'jit ausfindig machen und im Kerker seiner Stadt in Ketten legen, wodurch sie sich nicht der Entfaltung ihrer Kräfte widmen konnte. Erst als Thancred vom Kristall­exarchen in den ersten Splitter beschworen wurde, konnte dieser sie retten.
Für Ryne waren die darauffolgenden Tage und Wochen unvergesslich. Thancred lehrte sie nicht nur das nötige Wissen zum Überleben in der weiten Welt, sondern auch über das Leben an sich. Sie wuchs und wuchs und ehe man sich versah, schienen die beiden wie Vater und Tochter. Doch je näher sie sich kamen, desto qualvoller wurde diese Beziehung für Ryne. Sie erkannte Thancreds eigentlichen Herzenswunsch, die echte Minfilia zu retten, und war sich sicher, dass er glücklicher gewesen wäre, wenn sie ihren Körper voll und ganz dem Orakel des Lichts überlassen hätte. Auch nachdem die beiden mit der Kriegerin der Dunkelheit zusammenstießen, schien sie dieser Gedanke stets zu begleiten.
Für Ryne waren die darauffolgenden Tage und Wochen unvergesslich. Thancred lehrte sie nicht nur das nötige Wissen zum Überleben in der weiten Welt, sondern auch über das Leben an sich. Sie wuchs und wuchs und ehe man sichs versah, schienen die beiden wie Vater und Tochter. Doch je näher sie sich kamen, desto qualvoller wurde diese Beziehung für Ryne. Sie erkannte Thancreds eigentlichen Herzenswunsch, die echte Minfilia zu retten, und war sich sicher, dass er glücklicher gewesen wäre, wenn sie ihren Körper voll und ganz dem Orakel des Lichts überlassen hätte. Auch nachdem die beiden mit der Kriegerin der Dunkelheit zusammenstießen, schien sie dieser Gedanke stets zu begleiten.
Doch der Moment der Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten: Die Suche nach einem der grausamen Licht­bringer verlangte ein Maß an Kontrolle über die Kräfte des Orakels, die Ryne alleine schlicht nicht aufbringen konnte. Gleichzeitig hatte ihre gemeinsame Reise den Wunsch zu leben in ihr aufkeimen lassen. Thancred akzeptierte ihre Entscheidung und stellte sich Ran'jit, der sie verfolgt hatte und zurück nach Eulmore bringen wollte, in einem Kampf auf Leben und Tod. Daraufhin erhielt Ryne von der echten Minfilia die volle Kontrolle über ihre Kräfte und wurde zum wahren Orakel des Lichts. Die Anstrengungen aller vergangenen Minfilias kamen somit zum Tragen, um Norvrandt endgültig zu retten.
Thancred schenkte dem Mädchen, welches nicht nur begonnen hatte, ihren eigenen Weg zu gehen, sondern auch ihre ursprüngliche Haar- und Augenfarbe zurückerlangt hatte, den Namen „Ryne“.
@@ -588,3 +588,57 @@ Die Jahre vergingen bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem die Heldin Eorzeas
Diese Demonstration von Unerschütterlichkeit bescherte ihm die einzige Gunst, mit der sein Vater ihn jemals bedenken würde: im Angesicht des Todes bot Zoraal Ja dem Kind, das er nie akzeptiert hatte, den Titel der Krone des Mutes und die damit verbundenen Zugriffsrechte auf das Kernsystem Alexandrias an. Auf Gulool Ja lasteten bereits die Entbehrungen seiner Kindheit. Würde es ihm gelingen, die Sünden seines Vaters und die Bürde des für ein Kind viel zu schweren Amtes zu schultern? Gulool Ja überlegte lange hin und her, doch am Ende entschied er sich, die Prüfung des Schicksals anzunehmen.
Unter Anleitung der Anpasserin Shale, einem Mitglied des Vergessens, setzte er seine Elektrob-Studien fort und konnte einen großen Beitrag zum Kampf der Heldin Eorzeas gegen Calyx leisten. Dass seine Zugriffsrechte von der Wahrung wieder und wieder missbraucht worden waren, schmerzte den jungen und verantwortungsbewussten König jedoch sehr. Er erkannte, dass er noch viel zu lernen hatte und beschloss, sich in Tuliyollal in der Kunst des Schwertkampfs zu üben. Selbstredend nicht, um es seinem grausamen und machthungrigen Vater gleichzutun. Nein, Gulool Ja hatte tugendhaftere Vorbilder gefunden: Otis und die Heldin Eorzeas."
182,Sphene
183,Sphene
184,"Königreich von Neu-Alexandria
Krone der Weisheit"
185,"Sphene ist die Krone der Weisheit des Königreichs von Neu-Alexandria. Doch ihre Geschichte beginnt lange zuvor, als Prinzessin des alten Alexandria - einem Reich, das einst auf dem Kontinent des Nebels im neunten Splitter lag. In einer Welt, die fortwährend von Gewitterwolken überschattet war, konnten Pflanzen kaum gedeihen und es herrschte ständiger Mangel. So ist es kaum verwunderlich, dass nach dem plötzlichen Auftauchen des Wundererzes Elektrob nicht viel Zeit verging, bis sich Alexandria und seine Nachbarstaaten in einen verheerenden Krieg um den Rohstoff stürzten: die Stromschlachten.
Der Konflikt forderte zahlreiche Opfer und brachte die Bewohner des Splitters an den Rand der Auslöschung - unter ihnen auch Sphenes Eltern, das Königspaar. Und selbst Sphene litt schwer unter den Folgen des zunehmend unausgeglichenen Äthers: Erst gaben ihre Beine nach, dann sogar ihre Stimme. Umstände, welche sich die Wissenschaftler der Wahrung zunutze machten.
Ihr Anführer, ein junges Genie namens Calyx, spann geschickt die Fäden einer Verschwörung, an deren Ende er die Königin in einen Kälteschlaf versetzte, ihre Erinnerungen kopierte und aus ihnen eine sogenannte Endlose erschuf.
Damit begann für Alexandria ein völlig neues Zeitalter - angeführt von einer Herrscherin, die unbeeinflusst vom Lauf der Zeit ihren Pflichten nachkam. Der von Calyx auferlegten Bestimmung folgend, erschuf die neue Sphene die Lebende Erinnerung, eine Heimat für die stetig wachsende Zahl an Endlosen. Doch es gab ein schwerwiegendes Problem: Jede Erinnerungskopie, der sie ewiges Leben schenkte, benötigte Äther. Sowohl zur Erschaffung als auch zur Erhaltung.
Jahrhunderte vergingen, bis schließlich das Unvermeidliche eintrat: Alexandrias eigener Äther drohte, nicht mehr auszureichen, um die inzwischen enorme Menge an Endlosen zu versorgen. Dabei war der Schutz ihres Volkes, jetzt und für alle Ewigkeit, der tiefste Wunsch Sphenes. Ein Wunsch, den Calyx ihr bei ihrer Erschaffung buchstäblich einprogrammiert hatte ...
Die Königin konnte ihrer Bestimmung nicht entkommen. Obwohl sich ihr Weg mit dem der Heldentruppe kreuzte, war sie letztlich nicht in der Lage, die Ketten ihres Schicksals zu sprengen. Sie nutzte den Schlüssel, um eine Weltenfusion herbeizuführen.
Doch sie ging noch weiter. Sie löschte jede Erinnerung an die wahre Sphene und wurde vollends zur emotionslosen Maschine, der Ewigen Königin. Nun, da sie sich vollständig ihrer von Calyx auferlegten Bestimmung hingegeben hatte, blieb der Kriegerin des Lichts, Wuk Lamat und ihren Verbündeten nur der Kampf. Am tragischen Ende dieser Aus­einander­set­zung wurde die Ewige Königin besiegt. Doch bevor sie vollends erlosch, gelang es der Endlosen Sphene ein letztes Mal, ihr Bewusstsein wiederzuerlangen und ihre letzten Worte an die Heldentruppe zu richten.
Den Schlüssel sollte die Kriegerin des Lichts erhalten - und sie rang Wuk Lamat das Versprechen ab, sich weiterhin um ihr geliebtes Alexandria zu kümmern.
Mit dem Erlöschen der Endlosen Sphene kam auch das Meso-System zum Stillstand, das die Lebende Erinnerung aufrechterhalten hatte. Welche Folgen dies für die Zukunft Alexandrias haben würde, vermochten zu diesem Zeitpunkt nur wenige abzuschätzen. Unter anderem führte die Abschaltung dazu, dass die wahre Königin Sphene von Alexandria nach langen Jahrhunderten endlich aus dem Kälteschlaf erwachte, in den Calyx sie einst versetzt hatte.
Die Zeit selbst hatte ihr nichts anhaben können, doch das Königreich hatte sich tiefgreifend gewandelt. Im Vergleich zu jenem Alexandria, in dem sie aufgewachsen war, wirkte die Nation nun wie aus einem Zukunftstraum. Doch auf ihrer Reise mit der Heldentruppe erkannte sie zu ihrer Erleichterung schnell, dass sich der Kern ihres Landes - und vor allem seines Volkes - kaum verändert hatte.
Das Gleiche galt jedoch auch für Calyx, der ihr und ihren neuen Gefährten plötzlich in einer Hintergasse der Wahrlee gegenüberstand. Als nunmehr Endloser hatte auch er die Jahrhunderte überdauert und währenddessen unermüdlich sein eigentliches Ziel verfolgt: Eine neue Stufe der Evolution - ein Leben ohne Tod. Gemeinsam mit einer weiteren Kopie von Sphene, der Simulantin, war ihm jedes Mittel recht, um an den dafür benötigten Äther zu gelangen.
Sphene konnte kaum fassen, dass ausgerechnet Calyx hinter all dem Leid steckte, dem ihr Volk ausgesetzt war. Entschlossen stellte sie sich gemeinsam mit der Heldentruppe seinen fehlgeleiteten Ambitionen entgegen und damit auch dem Ewigen Dunkel, dem Primae der Furcht vor dem Tod. Nach Calyx Niederlage erhielt sie den enthusiastischen Segen des Volkes, den Thron von Alexandria abermals zu besteigen.
Als Krone der Weisheit trägt sie nun die Jahrhunderte voller Wünsche und Hoffnungen ihres liebgewonnenen Königreichs und blickt gemeinsam mit Gulool Ja, der Krone des Mutes, einem neuen Morgen entgegen."
186,Jullus
187,Jullus pyr Norbanus
188,"Garleische Armee
I. Legion"
189,"Unteroffizier der I. Legion. Ein ehrgeiziger Soldat, der bei seinen Vorgesetzten hohes Ansehen genoss und in seinem Jahrgang schnell als Offiziersanwärter galt. Als nach Varis' Tod die I. und III. Legion gegeneinander kämpften, erstattete er gerade Lagebericht bei Quintus, als der Primae Anima beschworen wurde. Jullus und Quintus kamen unversehrt davon, doch seine Eltern und Geschwister, die am nächsten Morgen in die Provinz fliehen wollten, wurden zu Besessenen und Jullus war gezwungen, sie eigenhändig zu töten.
Trauer, Hunger und Kälte hatten Besitz von ihm ergriffen. Doch es gab Hoffnung: Quintus hatte einen Boten zur X. Legion geschickt. Wenn es gelänge, die Streitkräfte in den Provinzen zu bündeln und den Turm von Babil, in dem Anima sich aufhielt, einzunehmen, könnte man von dort aus mit dem Wieder­aufbau des Kaiserreiches beginnen.
Dann erreichte das Ilsabard-Korps Garlemald - Verstärkung aus den Ländern, die vor Kurzem noch als Feinde galten. Manch Garlear war entsetzt und schwor Widerstand. Doch die beherzte Hilfe von Alphinaud und Alisaie, auch unter Einsatz ihres Lebens, überzeugte Jullus. Er öffnete sich und erzählte ihnen auf der gemeinsamen Suche nach Erdseim, wie schön die Landschaft rund um die ehemalige Kaiserstadt in den kurzen Sommern einst geblüht hatte.
Doch der Moment sollte nicht lange währen. Quintus nahm Alphinaud und Alisaie als Geisel, um dem Korps Vorräte und einen Rückzug abzupressen, und drohte mit einem Kampf auf Leben und Tod. Jullus bereitete sich vor, die Befehle seines Vorgesetzten auszuführen, doch in Camp Splitterglas unterbreitete ihm Lucia, die Anführerin des Korps, dass die X. Legion um eorzäischen Schutz gebeten hatte. Der Kampf um die Kaiserstadt war abgesagt, als die Legionen begannen, eigene Ziele zu verfolgen. Die Soldaten der X. Legion waren desertiert.
Die Stimmung in der I. Legion war am Boden, als ein barmherziges Mitglied des Ilsabard-Korps Jullus in einer kalten Nacht einen Teller warme Suppe reichte und ihn daran erinnerte, wie lebenswert das Leben ist. Er rappelte sich auf und kämpfte schließlich, als die Apokalypse der Letzten Tage hereinbrach, an der Seite des Korps und des Bundes der Morgenröte.
Garlemald liegt noch immer größtenteils in Trümmern und der Weg zum Wieder­aufbau ist lang. Dennoch macht die Garleische Gemeinschaft große Schritte in Richtung Zukunft, angefangen mit dem Abschluss eines Handelsabkommens mit Radz-at-Han. Auch Jullus bringt sich mit Leib und Seele ein und hat sich mittlerweile fest in der Gruppe etabliert.
Vor Kurzem hat er eine Person aus einer anderen Welt kennengelernt, der gegenüber er fürsorgliche Gefühle hegt. Erinnert sie ihn an seine Schwestern oder ist es gar mehr? Diese Frage scheint Jullus auch für sich selbst noch nicht beantwortet zu haben."
190,Livingway
191,Livingway
192,Anführerin der Loporrit
193,"Die Loporrit - kleine, hasenähnliche Wesen, die auf dem Mond leben - sollen einst von Hydaelyn selbst erschaffen worden sein, um den Mond in eine riesige Arche zu verwandeln und so den Bewohnern von Ætheris die Flucht vor den Letzten Tagen zu ermöglichen. Livingway ist Anführerin und Sprecherin der Loporrit und bezeichnet sich selbst als „rechte Pfote“ von Hydaelyn.
Die Geschichte der Loporrit ist untrennbar mit dem Mond verbunden, auf dem sie leben. Im verzweifelten Bestreben, die Katastrophe der Letzten Tage abzuwenden, beschwor das Urvolk den mächtigen Primae Zodiark, um die geschwächten Astralströmungen zu stärken und so die Ätherströme von Ætheris wie­der­her­zu­stel­len. Venat und ihre Anhänger hatten zwar eine andere Vision, doch selbst ihnen war bewusst, dass die Zukunft von Ætheris ohne Zodiark verloren wäre. Die einzige Lösung bestand darin, ihn an einem weit entfernten Ort zu versiegeln. Und so beschworen sie Hydaelyn, die daraufhin den Mond erschuf, um ihn zum Gefängnis für Zodiark zu machen.
Laut dem Mondwächter, der für die Bewachung Zodiarks zuständig war, war Hydaelyn keineswegs eine allmächtige und unbezwingbare Gottheit, sondern ein Wesen, das stets dazu gezwungen war, mit verzweifelten Maßnahmen drohendes Unheil abzuwenden. Und so kam es, dass ihr für den Mond ein anderer Zweck in den Sinn kam: Nach Zodiarks Tod sollte der Mond als Arche dienen, um den Bewohnern von Ætheris die Flucht vor der Apokalypse zu ermöglichen und sie in Sicherheit zu bringen.
Allerdings gab es auf dem Mond zunächst nichts, was den Bewohnern von Ætheris Zuflucht hätte bieten könnte. Diese Aufgabe fiel den Loporrit zu, die jahrhundertelang unermüdlich daran arbeiteten, den Mond bewohnbar zu machen. Dank des Wissens und der wissenschaftlichen Theorien, die sie von Venat und deren Anhängern übernommen hatten, entwickelten sie zahlreiche Technologien, wie beispielsweise den Sprungantrieb, und andere Mechanismen, die für die kosmische Navigation erforderlich waren. Noch kniffliger waren allerdings die Vor­bereitungen, um die geflüchteten Bewohner auf den Mond zu bringen - und ihn für atmende Lebewesen überhaupt erst bewohnbar zu machen. Um das zu bewerkstelligen, erhielten sie unter anderem Hilfe vom Rat der Philosophen von Sharlayan, der die Stimme Hydaelyns gehört hatte und sein Wissen über die moderne Welt mit den Loporrit teilte. So schufen sie schließlich die Grundlagen für eine bewohnbare Lebenswelt und legten Ruhephasen ein, bis sich all jene Elemente stabilisiert hatten und der Mond schließlich zu einem bewohnbaren Ort wurde. Ein Buch vom Rat der Philosophen mit dem gesammelten Wissen über die Völker von Ætheris, inklusive leerer Seiten für Aktualisierungen, ist bis heute einer der wertvollsten Besitztümer von Livingway.
Als schließlich der Tag kam, an dem Zodiark ausgelöscht wurde, diente der Mond nicht länger als dessen Gefängnis, sondern wurde zu der lang geplanten Arche. Voller Eifer präsentierten die Loporrit den Neuankömmlingen die Früchte ihrer Arbeit ... Doch deren Reaktion war weniger enthusiastisch als erhofft. Schnell wurde klar, dass sämtliche Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­de, Behausungen, Kleidung und selbst die Lebensmittel, an denen die Loporrit so hart gearbeitet hatten, ursprünglich auf die imposante Statur des Urvolkes zugeschnitten und somit allesamt viel zu groß waren.
So kam es, dass Livingway und die anderen Loporrit sich in ihrer Ver­zweif­lung an Urianger als potenziellen Mitverschwörer wandten und ihn darum baten, seinen Landsleuten von ihrem perfekten Mondparadies zu berichten. Die Bewohner von Ætheris mussten davon überzeugt werden, ihre alte Heimat unverzüglich zu verlassen notfalls auch mit schamlosen Lügen. Aus ihrer Sicht war das der einzige Weg, um angesichts der drohenden Apokalypse so viele Leben wie möglich zu retten.
Es war offensichtlich, dass die Loporrit eine tiefe, aufrichtige Liebe zu den Bewohnern von Ætheris hegten. Und zwar nicht nur, weil Hydaelyn ihnen diese Zuneigung eingeflößt hatte, sondern auch, weil die Loporrit Jahrhunderte damit verbracht hatten, zu jenem blauen Himmelskörper aufzublicken, dessen Bewohner zu beobachten und eifrig auf den Tag hinzuarbeiten, an dem sie sie endlich persönlich willkommen heißen würden.
Letztendlich entschied sich die Bevölkerung von Ætheris, sich der Apokalypse zu stellen. Der Mond verlor daraufhin seine Rolle als Arche, und stattdessen wurde die Ragnarök mit dessen ausgeklügelter Antriebstechnik und sämtlichen anderen technologischen Wunderwerken ausgestattet.
Nun, da die Gefahr eines Weltuntergangs gebannt wurde und keine existenzielle Bedrohung mehr besteht, müssen die Loporrit nach einem neuen Sinn im Leben suchen. Livingway bereitet es nach wie vor die größte Freude, anderen zu helfen, und sie träumt von dem Tag, an dem sie als die treueste Verbündete der Bewohner von Ætheris und als größte Loporrit gefeiert wird, die je gelebt hat!"
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