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0,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_000","Würde es dir etwas ausmachen, jemand anderen bei der Arbeit zu stören? Jemanden, der nicht an einer neuen, bahnbrechenden Methode arbeitet, den Äther zu vermessen?"
1,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_001","Ah, oh ... Du scheinst <If(PlayerParameter(4))>eine wissbegierige Schülerin<Else/>ein wissbegieriger Schüler</If> zu sein. Dann will ich mal deine grauen Zellen mit Informationen füttern."
2,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_002","Die Geschichte der Mönche ist äußerst reichhaltig. Da ist es keine Schande, wenn einem die eine oder andere Einzelheit einmal entfällt."
3,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_003","Gib auf dich Acht, <Split(<Highlight>ObjectParameter(1)</Highlight>, ,1)/>. Widargelt und du seid in Gefahr, und ihr wisst nicht, mit wem ihr es zu tun habt. Ihr müsst überlegt vorgehen und die Umstände sorgfältig ergründen."
4,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_004","Ich habe davon gehört, dass du alle zwölf Chakren geöffnet hast. Ich ziehe meinen Hut vor dir, <Split(<Highlight>ObjectParameter(1)</Highlight>, ,1)/>. Als Wissenschaftler weiß ich, welcher Anstrengungen es bedarf, um eine Koryphäe in seinem Spezialgebiet zu werden."
5,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_001","Warum zögert Widargelt nur so? Er hatte doch von Anfang an immer nur eins im Sinn."
6,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_010","Ich bin schon viel rumgekommen bei meinen Feldforschungen zum Übernatürlichen, aber von Ul'dah bis nach Gyr Abania ist es ja doch ein ganz schönes Stück. Und ein staubiges Stück dazu."
7,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_020","Ich werde mich bei Hakom und den anderen Faustkämpfern entschuldigen. Kümmert ihr euch um die dringenderen Aufgaben."
8,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_030","Ich bin untröstlich, euch solche Schwie<SoftHyphen/>rig<SoftHyphen/>keiten bereitet zu haben. Und dankbar für meine Rettung. Wer weiß, was die Leichenbrigade mit mir angestellt hätte, wenn ihr nicht gekommen wärt?"
9,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_040","Widargelt hat seinen Kampfgeist wiedergefunden! Die Rauferei mit Theobald und seinen Schergen war aber auch wirklich eine Wahnsinnsprügelei. Wie in alten Zeiten!"
10,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_050","Ich habe gehört, was mit deinen Freunden vom Bund der Morgenröte passiert ist. Alles sehr mysteriös. Wirklich, sehr mysteriös<Indent/>..."
11,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_060","Dass der Äther verschwunden ist, soll mit einem nie dagewesenen Phänomen zusammenhängen: Die Exegeten sind in eine andere Welt transportiert worden. Ich weiß noch nicht, ob ich das glauben soll, aber theoretisch halte ich es für möglich."
12,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_070","Mir wurde vom Bund der Morgenröte berichtet, dass die Exegeten wieder aus dieser anderen Welt zurückgekehrt seien. Mich würde ja brennend interessieren, was für eine Welt das ist. Welche Kulturen gibt es dort? Wie verlief ihre Geschichte?"
13,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_080","Als Erforscher des Übernatürlichen habe ich viel gesehen und gehört, aber die Letzten Tage sind mir nicht mehr als ein Begriff. Ich habe noch viel zu lernen<Indent/>..."
14,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_Q1_000_000","Was möchtest du fragen?"
15,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A1_000_000","Ich möchte mehr über Sil'dihs Geschichte erfahren."
16,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A2_000_000","Was sind die neuesten Erkenntnisse über den Äther?"
17,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A2_100_000","Was kannst du mir über Rotgischt erzählen?"
18,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A3_000_000","Ich möchte mehr über das Tonfeld erfahren."
19,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A4_000_000","Ich möchte mehr über den Ostend-Mischwald erfahren."
20,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A5_000_000","Was hat es mit den Mönchen und Rhalgr auf sich?"
21,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A6_000_000","Unter welchen Umständen verschwand der Tempel der Mönche?"
22,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A7_000_000","Ich möchte mehr über den Silbertränensee erfahren."
23,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A8_000_000","Wer war der letzte König von Ala Mhigo?"
24,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A10_000_000","Was ist aus Widargelt geworden?"
25,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A11_000_000","Was ist aus Theobald geworden?"
26,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_A9_000_000","Danke, ich habe keine Fragen."
27,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_010","Dass die Zivilisation von Sil'dih nun schon gut zweihundert Jahre tot ist, brauche ich ja kaum zu erwähnen."
28,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_011","Nach dem Tod des Königs von Sil'dih, Lalawefu, den man den „Brunnenkönig“ nannte, begann eine Zeit der Unruhe für das Land."
29,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_011","Ökonomische Reformen fanden damals mit ihm ein Ende und was blieb, waren horrende Steuersätze, die überall Unsicherheit und Unmut schürten. Es dauerte nicht lange, bis sich die Spannungen entluden und es überall im Land zu Aufständen kam. Der Staat versank im Chaos!"
30,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_101_011","Und was meinst du, was das benachbarte Ul'dah tat? Es hatte seinerseits große innere Probleme, erkannte aber die Gunst der Stunde und nutzte das Durcheinander."
31,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_012","Der damalige Sultan, Sasagan Ul Sisigan ... Ah, erkennst du den Namen „Ul“ wieder? Die gegenwärtige Sultana, Nanamo Ul Namo, ist die zweite Regentin der Ul-Dynastie. Sie ist eine entfernte Verwandte von Sasagan und ... Äh, wo war ich? Ach ja!"
32,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_012","Also, der damalige ul'dhische Sultan nutzte das Durcheinander und fiel mit einem riesigen Heer in Sil'dih ein. Die Ul'dahner wollten damals das Wissen um die Flussregulierung und mit ihm das Wasser aus wichtigen Quellgebieten rauben."
33,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_013","Doch die Machthaber Sil'dihs drehten den Spieß geschickt um! Der Einfall der ausländischen Aggressoren bot prächtigen Stoff für Propaganda und im Nu konnte das Volk gegen einen gemeinsamen Feind geeint und alle Aufstände beendet werden. Es folgte eine offizielle Kriegserklärung an Ul'dah. "
34,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_013","Diese Ereignisse stürzten die beiden Nationen in einen unerbittlichen Krieg mit sich ständig verschiebenden Fronten, aber ohne entscheidende Schlachten. Es erschien wahrscheinlich, dass der Krieg viele Jahre dauern würde."
35,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_014","Zwar hatte die herrschende Elite von Sil'dih dadurch, dass es ihr gelungen war, das Volk zu einen, eine schnelle Invasion abgewendet, aber sie konnte sich dessen nicht wirklich erfreuen. Natürlich kosten Kriege viele Gil, und da es in Sil'dih schon zu Kriegsbeginn zu wenig davon gab, ging die Staatskasse schnell zur Neige."
36,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_015","Da man sich dem Gegner auf lange Sicht aussichtslos unterlegen sah, suchte man nach Strategien, den Kriegsverlauf schnell für sich zu entscheiden ..."
37,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_016","... und entschied sich für einen genauso radikalen wie furcht<SoftHyphen/>er<SoftHyphen/>re<SoftHyphen/>gen<SoftHyphen/>den Plan: die eigenen Soldaten in Zombies zu verwandeln!"
38,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_017","Als die schaurigen Soldaten ins Feld zogen, sah die Strategie anfangs wie ein voller Erfolg für Sil'dih aus. Den lebenden Toten hatten die ul'dhischen Soldaten nichts entgegenzusetzen. Doch dann verloren die sil'dhischen Magier die Kontrolle über die Heere und die Zombies begannen, die eigene Bevölkerung abzuschlachten."
39,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_018","In Ul'dah blockierte man alle Verbindungswege zu Sil'dih, um sich vor den Untoten zu schützen. Dann schickten die treu an Nald'thal glaubenden Ul'dahner die Zombies in einem heiligen Krieg dahin zurück, woher sie gekommen waren: Thals Reich."
40,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_019","Dies ist der allseits bekannte und akzeptierte geschichtliche Hergang, der zum Untergang von Sil'dih führte. Keine schöne Geschichte, aber vielleicht eine lehrreiche."
41,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_020","Lass mich dir also etwas über die Ätherologie erzählen ..."
42,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_021","Der uns umgebende Äther ist wie eine unsichtbare Lebensenergie und zugleich die treibende Kraft hinter jeder Form von Magie. Wenn ein Lebewesen stirbt, rinnt seine Lebensenergie als Äther zurück in den Ätherfluss, der ganz Hydaelyn durchzieht."
43,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_022","Ein kleiner Teil jedoch bleibt dabei in unserer physischen Welt zurück. Dieser verbliebene Äther kristallisiert und formt die Kristalle, mit denen jedes Kind in Eorzea vertraut ist."
44,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_023","So weit, so gut. So sagt es jedenfalls die herrschende Lehrmeinung der Ätherforscher."
45,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_024","Meine Forschungen beruhen jedoch auf der Annahme, dass es nicht immer zu einer Kristallisation kommt, sondern der Äther manchmal als solcher zurückbleibt."
46,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_025","Nimm beispielsweise all die Geschichten von Gespenstern - sind das zum Vorschein kommende Seelen von Verstorbenen? Totaler Humbug! Es handelt sich dabei um nichts weiter als lumineszierende Rückstände ätherischer Energie!"
47,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_026","Im Genauen lautet meine Theorie wie folgt: Wenn Leben erlischt, strömt die ätherische Energie aus dem Körper und kehrt in den Ätherfluss zurück."
48,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_027","Jedoch gibt es eine Höchstgrenze, wie viel Äther auf einmal aus unserer physischen Welt zurückfließen kann. Wenn diese Höchstgrenze erreicht ist, verbleibt der überschüssige Äther in unserer Welt."
49,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_028","Diese Höchstgrenze nenne ich die Ätherschwelle."
50,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_029","Wenn nun also in sehr kurzer Zeit sehr viele Leben verwirkt werden, wie etwa während einer großen Schlacht, kann die ätherische Energie nicht vollständig zurückfließen.
Teils kristallisiert sie sich, teils bleibt sie unsichtbar ..."
51,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_030","Indem wir die ätherische Energie auf einem antiken Schlachtfeld vermessen, können wir Erkenntnisse darüber gewinnen, welches Ausmaß sie hatte und wie viele Soldaten dabei ums Leben kamen. Und genau aus diesem Grund interessiere ich mich als Kriegshistoriker so sehr für das Thema Äther."
52,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_031","Doch egal, wie viel wir bereits darüber zu wissen glauben, viele Mysterien verbleiben noch immer ungeklärt. Die Unter<SoftHyphen/>such<SoftHyphen/>ung des Äthers wird die Wissenschaft bestimmt noch über Jahre hinweg beschäftigen."
53,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_032","Für Rotgischt interessierst du dich also. Dann hör mal gut zu."
54,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_033","Woher der Name kommt, ist kein Rätsel. Die Küste selbst trägt bereits den klangvollen Namen „Blutkrustenküste“. Hier hat sich vor einem halben Jahrhundert eine schreckliche Tragödie ereignet."
55,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_034","Zwei große Piratenverbände, der Bund der verlorenen Bastarde und die Rauschebart-Piraten, die beide die Gewässer des Golfs von Rhotano für ihre Beutezüge beanspruchten, lieferten sich vor Rotgischt eine brutale Seeschlacht."
56,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_035","Der genaue Grund, warum es zu dieser Seeschlacht kam, ist heute nicht mehr bekannt. Aber ich kann dir sagen, dass es wahrscheinlich etwas mit der für Piraten üblichen Gier nach Edelsteinen, Goldbarren oder einer großen Lieferung Rum zu tun hatte."
57,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_036","Der Anführer der verlorenen Bastarde war übrigens kein anderer als der Vater von Admiral Merlwyb Bloefhiswyn. Sie hat später das Kommando über die verlorenen Bastarde übernommen."
58,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_037","Jetzt bin ich ein bisschen vom Thema abgekommen, aber die große Seeschlacht gehört nun mal zu der Geschichte von Rotgischt. In dieser Schlacht stießen insgesamt sieben Galeassen und eine zweistellige Zahl von leichten bis mittelschweren Schiffen aufeinander."
59,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_038","Vier der Galeassen wurden auf den Grund des Meeres geschickt, mit Mann und Maus ... Ein unvorstellbares Drama, denn auf jedem dieser Schiffe befanden sich Hunderte von Matrosen."
60,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_039","So viele Seeleute starben an diesem Tag, dass sich die Küste rot mit ihrem Blut färbte. Zumindest lauten so die Geschichten, die sich die Bewohner der Küstendörfer erzählen. Tatsache ist, dass heute noch Gebeine an Land gespült werden."
61,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_039","Mit der Zeit allerdings verblasst die Erinnerung an die Schlacht und der neureiche Gegeruju hat der Region den modernen Namen Sonnenküste verpasst. Wer sein Gemüt kennt, wundert sich nicht."
62,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_101_039","Ich hoffe, dass die Erkenntnisse der kriegsgeschichtlichen Forschung über Rotgischt nicht in Vergessenheit geraten. Es gibt so viel, was wir aus der Ver<SoftHyphen/>gangen<SoftHyphen/>heit lernen können."
63,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_040","Tonfeld ... Fangen wir erst einmal mit den geografischen Gegebenheiten an, bevor wir uns den Ereignissen widmen, die sich dort abspielten."
64,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_041","Das Tonfeld ... Nun ja, es erstreckt sich zwischen dem Westufer des Velodyna und dem Fuße eines erloschenen Vulkans. Die Tonerde wurde vom Velodyna transportiert und hat sich dort abgelagert. Von dort aus kann man den Rothlyt-Meerbusen überblicken."
65,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_042","Das Tonfeld ist seit dem Purpurlaubkrieg übrigens gridanisches Hoheitsgebiet, davor gehörte es zu Ala Mhigo."
66,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_043","Vor etwa hundert Jahren bestieg der Rüstige Manfred als König den Thron von Ala Mhigo."
67,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_044","Manfred wollte seinem Volk durch eine Ausdehnung des Staatsgebiets einen wirtschaftlichen Aufschwung bescheren. Der heutzutage als Purpurlaubkrieg bekannte Feldzug wurde von ihm eingeleitet."
68,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_045","Natürlich machten sich alle Stadt<SoftHyphen/>staaten große Sorgen wegen dieser Invasionspläne, doch kämpfen mussten zuerst nur die Gridanier, denn ihr Land grenzt geografisch an Ala Mhigo. Der damalige Anführer der Pikeniere, Großmeister Vainchelon, führte als General die gridanischen Truppen in den Kampf."
69,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_046","Die Truppen von Ala Mhigo führte der tapfere Feldherr Gylbarde, der beim mhigischen Volk sehr beliebt war."
70,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_047","Vainchelon wurde nach einigen ausgeglichen verlaufenen Plänkeleien schwer krank, doch vom Krankenbett aus ersann er eine neue Strategie."
71,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_048","Nach der Schlacht auf dem Tonfeld, die ohne klaren Sieger endete, ließ er seine Truppen damit beginnen, bei Camp Neun Efeuranken einen Wall zu errichten."
72,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_049","Dem anrückenden Gegner sollte dadurch vorgegaukelt werden, dass man sich auf einen langen Verteidigungskampf vorbereitete, um ihn in die Offensive zu locken."
73,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_050","Als Vainchelon jedoch seiner Krankheit erlag, übernahm Osbern die Führung der gridanischen Truppen. Seinerseits von großer Profilierungssucht getrieben, sah er vom Plan seines Vorgängers ab und beschloss, sich dem feindlichen Heer in einer offenen Feldschlacht zu stellen.
Der mhigische Feldherr Gylbarde nutzte die Unerfahrenheit der Gridanier in der Offensive und lauerte dem gegnerischen Heer beim Tonfeld auf."
74,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_051","Nach dem Verlassen des schützenden Walls wurden die vorrückenden gridanischen Truppen allerdings immer wieder durch gegnerische Attacken behindert."
75,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_052","Der hochmütige Osbern trieb seine Truppen pausenlos voran, da ihn jede Verzögerung seiner Offensive erzürnte. Schließlich waren seine Soldaten jedoch so geschafft, dass sie ein Feldlager aufschlagen mussten ... und zwar direkt auf dem Tonfeld."
76,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_053","Genau darauf hatte der auf der Lauer liegende Gylbarde spekuliert! Mit sechstausend seiner Mannen schloss er das gridanische Feldlager ein und schnitt es so von jeglicher Versorgung mit frischem Wasser ab. Außerdem ließ er das Lager pausenlos mit Pfeilsalven beschießen."
77,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_054","Natürlich sank die Kampfmoral der Gridanier angesichts der aussichtslosen Lage schnell auf den Nullpunkt. Osbern unternahm zwei Versuche, aus dem Kessel zu entkommen - erfolglos. Bei dem dritten, verzweifelten Versuch die gegnerischen Linien zu durchbrechen ..."
78,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_055","... wurde Osbern schließlich vom mhigischen Heer ge<SoftHyphen/>fangen<SoftHyphen/>ge<SoftHyphen/>nommen. Und nicht nur das! Der berühmte Zauberstab „Claustrum“, den er von den Saatsehern ausgeliehen hatte, fiel ebenfalls in gegnerische Hände!"
79,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_056","Aufgrund dieser vernichtenden Niederlage wäre Ala Mhigo womöglich die Besetzung Gridanias gelungen, doch die anderen Stadt<SoftHyphen/>staaten schickten Verstärkung, um den Vorstoß Ala Mhigos zu stoppen. Natürlich vorrangig, um sich selbst zu schützen."
80,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_057","Gylbarde jedenfalls gewann während des Krieges großen politischen Einfluss in Ala Mhigo und mit ihm auch der Glaube an Rhalgr, unter dessen Stern der Feldherr geboren wurde."
81,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_058","Nun weißt du, was sich auf dem Tonfeld zugetragen hat. Nein, du brauchst mir nicht zu danken. Jede gefüllte Wissenslücke ist mir Dank genug!"
82,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_060","Im Ostend-Mischwald, ganz im Osten des Finsterwalds, fand nach der Niederlage der Gridanier auf dem Tonfeld eine weitere wichtige Schlacht im Purpurlaubkrieg statt."
83,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_061","Gridania war fortan in der Defensive und die Frontlinie verschob sich immer weiter auf die Waldstadt zu. Nach der dramatischen Niederlage der Gridanier in der ersten Schlacht um Tinolqa sah bereits alles nach einem raschen Sieg für die Eindringlinge aus."
84,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_062","Dennoch verteidigten die Waldbewohner jeden Yalm ihres Heimatlands. Bis zur Östlichen Blattader führten sie immer wieder Überfälle aus dem schützenden Dickicht des Finsterwalds auf die vorrückenden Truppen aus. Doch dies war alles, was sie der mhigischen Armee entgegensetzen konnten."
85,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_063","In Ala Mhigo war man sich des Sieges bereits so sicher, dass man Gridania vorschlug, zu kapitulieren. Die Bedingungen lauteten, dass einer der Saatseher für zehn Jahre in Ala Mhigo leben solle und dass Gridania den Ostwald und Teile des Tiefen Walds an Ala Mhigo abzutreten habe. Natürlich waren sie für Gridania unannehmbar."
86,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_064","Die Rettung für die Waldstadt kam vom zweiten Nachbarn - der Bergfeste Ishgard. Dort hatte man die Entwicklungen in Gridania beobachtet und einen Gegenschlag vorbereitet."
87,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_065","Ishgard rief auch Limsa Lominsa und Ul'dah dazu auf, Ala Mhigo den Krieg zu erklären. Dem Ruf wurde Folge geleistet und große Armeen wurden ausgehoben."
88,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_066","Als edler Retter konnte der Papst in Ishgard sich indes nicht aufspielen. Seine wahre Motivation war allzu leicht zu erkennen:"
89,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_067","Hätte Ala Mhigo damals Gridania annektiert, so hätten die mhigischen Truppen von Osten und Süden aus in Ishgard einfallen können! Ishgard wäre sicher gefallen ..."
90,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_068","Der offizielle Grund für Limsa und Ul'dah, in den Krieg einzutreten, war das Verhindern der Ausweitung des mhigischen Einflussgebiets. Doch natürlich hoffte man in beiden Staaten insgeheim auf später einzulösende Gegenleistungen von gridanischer Seite für diesen <Emphasis>Gefallen</Emphasis>."
91,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_069","Jedenfalls entstand auf diese Weise eine alliierte Armee von vier Staaten. Diese riesige Streitkraft traf im Ostend-Mischwald auf das Hauptheer Ala Mhigos."
92,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_070","Ala Mhigo ließ sich keineswegs durch die gegnerische Truppenstärke beeindrucken. Spähtrupps kundschafteten die Alliierten aus, und so gelang es, genaue Informationen über deren Schlacht<SoftHyphen/>ord<SoftHyphen/>nung zu gewinnen."
93,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_071","Man stellte Langspießträger gezielt gegen die berüchtigte schwere Kavallerie aus Ishgard auf."
94,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_072","Und selbst der mhigische König Manfred begab sich persönlich an die Front, um die Moral seiner Truppen zu stärken."
95,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_073","Die Alliierten verfolgten jedoch eine gerissene Taktik. Die Reiterei zog sich in den Wald zurück, wo sie selbst nicht viel ausrichten konnte."
96,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_074","Allerdings waren auch die nachrückenden Langspießträger im Wald weit weniger effizient und hatten gegen die dort lauernden limsischen Piraten und ul'dhischen Gladiatoren keine Chance."
97,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_075","Den größten Schaden richteten jedoch die gridanischen Bogenschützen an, die außerhalb des Waldes lauerten und auf jeden mhigischen Soldaten schossen, der den Schutz der Bäume verließ."
98,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_076","Sie schossen nicht nur mit tödlicher Präzision, sondern stärkten mit ihren Kriegsliedern auch die Moral der Alliierten."
99,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_077","Das Heer Ala Mhigos wurde vernichtend geschlagen."
100,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_078","Feldherr Gylbarde starb auf dem Schlachtfeld und König Manfred wurde schwer verwundet."
101,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_079","Und damit endet auch schon meine stark komprimierte Zusammenfassung der damaligen Ereignisse im Ostend-Mischwald. Ich habe das Gefühl, dass du bei mir eine ganze Menge lernen kannst, <Split(<Highlight>ObjectParameter(1)</Highlight>, ,1)/>. "
102,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_090","Eine gute Frage. Dann will ich mal deine grauen Zellen mit Informationen füttern ..."
103,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_091","Die Mönche und ihr Orden „Rhalgrs Faust“ sind für mich als Wissenschaftler genauso interessant wie jede andere religiöse Gemeinschaft:"
104,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_092","Nämlich auf eine ganz eigene, armselige Weise."
105,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_093","Der Orden lehrt all diejenigen, die dumm genug sind, an solch einen Humbug zu glauben, dass man sich durch unablässiges Training von Körper und Geist dem Gott Rhalgr nähern könne."
106,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_094","Ihr Training ermöglicht es den Mönchen, die ätherische Energie im Innern ihrer Körper zu kanalisieren und sie gezielt einzusetzen, um große Zerstörung zu verursachen."
107,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_095","Die Mönche beziehen sich dabei auf die Chakren des Körpers, aber glaube mir, wenn ich dir sage, dass es nichts weiter als Äther ist."
108,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_096","Mit der primitiven Gabe gesegnet, Dinge besonders hart schlagen zu können, entwickelte sich der Kult in eine Art Schutztruppe für den Haupttempel, der in Gyr Abania und somit in einer sehr rauen Gegend gelegen war."
109,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_097","Über die Jahre jedoch wuchs das, was als kleine Gruppe religiöser Fanatiker begann, die um ihr Überleben kämpften, zu einer ehrgeizigen Organisation religiöser Fanatiker heran, die um die Vor<SoftHyphen/>macht<SoftHyphen/>stel<SoftHyphen/>lung in der Region kämpfte. "
110,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_098","Die damaligen Machthaber in Ala Mhigo waren ob des wachsenden Einflusses der kriegerischen Mönche verständlicherweise besorgt und hielten sie dazu an, im Namen Rhalgrs für Ala Mhigo zu kämpfen. Anstatt den Orden zu verbieten, machte man sich seine Macht also zunutze."
111,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_099","Verbindungen zu den Adelsgeschlechtern des Staates wurden gestärkt und die Kriegermönche wurden als fester Bestandteil in die Streitkräfte Ala Mhigos integriert."
112,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_100","Den Mönchen wurden viele Zugeständnisse gemacht und in den nächsten Jahren sollte ihr politischer Einfluss im Staate beträchtlich wachsen."
113,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_110","Vom Untergang einer Religion zu erzählen, macht mir ja zuge<SoftHyphen/>gebener<SoftHyphen/>maßen Spaß. Dann spitz mal die Ohren!"
114,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_111","Die Macht von Rhalgrs Faust wuchs immer weiter und alsbald wurde der Orden offiziell zur Staatsreligion erklärt. Der politische, ökonomische und auch kulturelle Einfluss der Mönche wuchs weiter und es versteht sich von selbst, dass einige alteingesessene Herrschaften über diese Entwicklung gar nicht erfreut waren."
115,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_112","Allen voran der letzte und grausamste König von Ala Mhigo: Theoderic. Er sah in den Mönchen potenzielle Rivalen und wollte nicht warten, bis sie mächtig genug wurden, ihm seinen Königsthron streitig zu machen."
116,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_113","Um seine Position religiös zu untermauern, proklamierte er einfach, dass die Königswürde sein gottgegebenes Recht und Privileg sei. Die Göttin Nymeia, Herrin des Rhalgr, hätte sie ihm zugesprochen."
117,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_114","Daraufhin ließ er die Anbetung Rhalgrs und aller anderen Götter verbieten und verlangte, dass alle Gebete in Ala Mhigo an Nymeia zu richten sein, um seine absolute Herrschaft zu etablieren."
118,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_115","Natürlich protestierten die Anhänger Rhalgrs im ganzen Staat, genauso wie es Theoderic vorhergesehen hatte!"
119,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_116","Er nutzte den Aufruhr, um einige hochrangige Mitglieder des Ordens ins Gefängnis werfen zu lassen, wo sie unter Folter gestanden, sie hätten einen Putsch gegen den König geplant."
120,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_117","Im Jahre 1552 der Sechsten Ära des Lichts führte Theoderic eine riesige Armee zum Haupttempel der Mönche und umstellte ihn."
121,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_118","In der daraufhin entbrennenden Schlacht wurden alle niedergemacht - egal, ob sie Mönche waren, Diener, die die Felder bestellten, oder einfache Bauern, die im Tempel Zuflucht gesucht hatten."
122,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_119","Die Kriegermönche kämpften heroisch, doch sie waren hilflos in der Unterzahl. Mit dem Massaker an jenem Tag verschwand die Bruderschaft. Viele ältere Mönche begingen aus Gram Selbstmord und mit ihnen erloschen auch die geheimen Kenntnisse des Ordens."
123,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_120","Es wird angenommen, dass alle Mönche, die um die Geheimnisse der sogenannten Chakren wussten, damals ums Leben kamen ..."
124,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_121","Aber wie lassen sich dann Widargelts Fertigkeiten erklären? Das Ende des Ordens scheint jedenfalls nicht das Ende aller Mönche gewesen zu sein."
125,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_130","Der Silbertränensee ... Zu diesem Thema könnte man ganze Bücher füllen.
Lass mich kurz überlegen, wo ich überhaupt anfangen soll ..."
126,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_131","Seit der Antike wird dem Silbertränensee und der Region Mor Dhona, in der er sich befindet, eine große <Emphasis>spirituelle</Emphasis> Energie zugeschrieben - wie ungebildete Individuen sie nennen würden."
127,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_132","Der Glaube daran ist so alt, dass selbst die Gruft von Xandes, dem ersten Kaiser des Allagischen Reichs, dort angelegt wurde. Man glaubte tatsächlich, die <Emphasis>mystische</Emphasis> Energie des Sees würde ihn wieder zum Leben erwecken."
128,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_133","Nun, es gibt jede Menge Legenden, die sich um den See ranken. Am bekanntesten ist wohl die des Drachengotts. Auch wenn Völkerkunde nicht mein Hauptfach ist, so will ich ganz allgemein erzählen, worum es darin geht."
129,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_134","Erst wurde Althyk geboren, der Gott der Zeit, dann folgte seine jüngere Schwester Nymeia, die Göttin des Schicksals."
130,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_135","Dann kam das Wasser und durch es entstand der Silbertränensee als Zentrum von allem, das war. Der See wurde Quell allen Lebens und auch Ursprung der Magie."
131,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_136","Mit dem Wasser kam der Hohe Drache Midgardsormr, und Bruder Zeit und Schwester Schicksal, die fürchteten, der See könne in die Hände des Bösen fallen, befahlen dem Drachen zum Beschützer des Sees zu werden."
132,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_137","Viel später, als die Sterblichen begannen diese Gegend zu bewohnen, huldigten sie Midgardsormr als Schutzgott des Silbertränensees."
133,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_138","Warst du schon einmal am Silbertränensee, <Split(<Highlight>ObjectParameter(1)</Highlight>, ,1)/>? Dann musst du den riesigen leblosen Drachenkörper erspäht haben, der mit ausgeweiteten Schwingen wie versteinert über dem See thront - das ist Midgardsormr."
134,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_139","Es ist erst fünfzehn Jahre her, dass sich die Tragödie ereignete. Nachdem die Garlear meine Heimat Ala Mhigo überfallen hatten, entsandten sie eine riesige Luftstreitmacht zum Silbertränensee, angeführt von dem monströsen Luftschlachtschiff <Emphasis>Agrius</Emphasis>."
135,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_140","Natürlich wussten die Garlear, dass der See als das Gebiet mit der höchsten Konzentration ätherischer Energie galt."
136,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_141","Und dann, als die Luftschiffe des bösen Kaiserreichs den Himmel verdunkelten, erschien ein ebenso dunkler, Tod verheißender Schatten unter der Was<SoftHyphen/>ser<SoftHyphen/>o<SoftHyphen/>ber<SoftHyphen/>flä<SoftHyphen/>che. Das Wasser teilte sich und Midgardsormr schoss zum Himmel empor, um sein Gewässer zu verteidigen."
137,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_142","Der darauf folgende Kampf zwischen Midgardsormr und der <Emphasis>Agrius</Emphasis> ging in die Geschichtsbücher ein. Der Drache kämpfte mit göttlicher Stärke und brachte das Luftschiff, das noch immer von seinem Körper umschlungen war, letztendlich zum Absturz."
138,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_143","Doch als es in den See stürzte, explodierten die riesigen Erdseim-Tanks und Midgardsormr starb in einem Inferno aus Flammen, die seinen Körper kohlenschwarz verbrannten."
139,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_144","Die <Emphasis>Skulptur</Emphasis> vom Wrack der <Emphasis>Agrius</Emphasis>, umschlungen von Midgardsormr, wird nun der „Hüter des Sees“ genannt."
140,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_145","Für viele religiöse und mythologische Enthusiasten ist die Skulptur allein der Beweis für die Existenz der Götter. Für die meisten anderen jedoch ist sie ein Mahnmal an die Schrecken, die die Garlear über jeden ihrer Feinde bringen."
141,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_146","Warum der Drache an jenem Tag erschien? Ob es sich dabei wirklich um den legendären Midgardsormr handelte?"
142,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_147","Diese Fragen bleiben bis heute unbeantwortet.
Ich persönlich bin davon überzeugt, dass alles an jenem Tage von den Garlearn selbst inszeniert wurde, um ihre Macht zur Schau zu stellen."
143,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_148","Aber lassen wir die Drachen und Garlear einmal außen vor und sprechen über meine eigene Entdeckung am Silbertränensee!"
144,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_149","Der Äther in diesem Areal ist in einem extrem chaotischen Zustand. Ich hatte lange Zeit angenommen, der Kampf zwischen den Garlearn und dem Drachen wäre die Ursache dafür, doch dem ist nicht so!"
145,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_150","Die Störungen, die ich feststellen konnte, wurden nicht alle von einer Quelle verursacht. Neben dem Äther, der noch immer vom Hüter des Sees emittiert wird, stammen große Mengen ätherischer Energie tief aus der Erde, südöstlich des Sees."
146,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_151","Ich habe die Wellenmuster dieser Energie studiert und festgestellt, dass sie genau das Konstrukt formen, von dem sie ausgehen - dem Kristallturm!"
147,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_152","Dass gerade <Emphasis>ich</Emphasis> auf ein solch legendäres Bauwerk stoßen sollte! Der Inbegriff allagischer Kultur und Technologie! Es war die große Katastrophe vor ungefähr 5000 Jahren, die den Turm aus seinem Schlummer weckte und ihn nach und nach aus der Erde hob."
148,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_153","Und nun ragt er wieder wie einst in den Himmel auf!"
149,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_154","Du musst ihn mit eigenen Augen gesehen haben. Es gibt kaum einen beeindruckenderen Anblick. Der donnernde Applaus meiner Kollegen, als ich ihnen meine Theorie über diesen Turm vorgelegt habe, klingt mir auch jetzt noch in den Ohren. Und was für Diskussionen ich damit entfachte<Indent/>..."
150,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_155","Nun gibt es eine Gruppe aus Forschern, die sich gänzlich mit den Allagern befassen. Die Sankt Coinach-Stiftung nennen sie sich. Ich harre gespannt, welche Früchte ihre Forschung tragen wird."
151,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_160","Wie ich womöglich bereits erwähnte, war König Theoderic ein ruchloser Tyrann, der für den Untergang von Rhalgrs Faust verantwortlich zu machen ist. Es ist daher auch nicht überraschend, dass er der letzte König Ala Mhigos war."
152,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_161","Aber sein Aufstieg und sein Fall - das ist der Stoff, aus dem die Träume von Historikern wie mir sind!"
153,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_162","Theoderics Gier nach Macht war so groß, dass nur eine absolute Alleinherrschaft ihn zufrieden stimmen konnte. Um den politischen Einfluss der Mönche einzuschränken, die an Rhalgr glauben, erklärte er seine königliche Macht als gottgegebenes Recht und Privileg, das er von Nymeia selbst erhielt."
154,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_163","Was folgte, war ein Kreuzzug, der in der Auslöschung der Mönche endete. Hatte ich das bereits erwähnt?"
155,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_164","Wie dem auch sei, seine barbarischen Taten erschütterten die Ge<SoftHyphen/>sell<SoftHyphen/>schaft Ala Mhigos im Kern."
156,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_165","Die Zeit seiner Herrschaft war eine Ära der Verfolgungen und des blanken Terrors."
157,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_166","Nach dem Massaker am Haupttempel der Mönche verschwand die Opposition fast vollständig."
158,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_167","Danach begann Theoderic mit erschreckendem Enthusiasmus ein Adelsgeschlecht nach dem anderen auszulöschen, damit auch diese ihm den Thron nicht streitig machen konnten. Häuser, Ränge, Titel - all dies spielte dabei für ihn keine Rolle."
159,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_168","Enthauptungen standen auf der Tagesordnung und es gab bald keine Köpfe mehr, die Theoderic noch rollen lassen konnte."
160,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_169","Sein Zorn richtete sich bald gegen jeden, der auch nur den geringsten Bruchteil seiner Macht besaß. Nach den Adligen machte er Jagd auf Abgeordnete und reiche Kaufleute."
161,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_170","Um ihr Leben fürchtend wandten sich viele Angeklagte an die Königin und flehten darum, sie möge ihrem manischen Gatten Einhalt gebieten. Doch der König war taub auf diesem Ohr und ließ sich auch von seiner Gemahlin nicht die Blutlust austreiben."
162,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_171","Keine andere Lösung sehend, verschwor sie sich mit einigen übrigen Adligen und plante einen Anschlag auf Theoderic."
163,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_172","Der Plan kam jedoch ans Tageslicht und alle Verräter verloren ihren Kopf."
164,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_173","Danach wurde Theoderic - selbst von seiner eigenen Frau betrogen - noch paranoider und seine Maßnahmen immer absurder. Bald schon ließ er zufällige Bewohner der Stadt hinrichten, egal, ob Bettler oder Edelmann."
165,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_174","Du kannst dir sicher ausmalen, was als Nächstes passierte."
166,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_175","Im Palast wimmelte es bald nur so von Nachahmern und Denunzianten. Auch für diese Entwicklung wollte Theoderic jemanden verantwortlich machen und führte seinen treuesten Vasallen dem Henkersbeil zu."
167,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_176","Als die Unterdrückung nicht länger zu ertragen war, starteten die Bewohner Ala Mhigos eine Revolte und stürmten den Palast. Die königlichen Wachen traten beiseite und öffneten bereitwillig die Tore."
168,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_177","Manch einer behauptet, die Revolte wurde von garleischen Spionen inszeniert, damit die Garlear das entstehende Chaos für ihren Angriff nutzen konnten - und diese Theorie klingt recht plausibel."
169,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_178","Am Ende war Theoderic immerhin bei so klarem Verstand, einen Selbstmord dem Tod durch die Hände eines aufgebrachten Mobs vorzuziehen, und er beendete sein eigenes Leben und seine Schreckensherrschaft."
170,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_179","Nur ein männlicher Nachfolger des Königs, sein Neffe, überlebte: Theodred."
171,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_180","Seine Mutter hielt ihn in einem abgelegenen Tempel der Faust des Rhalgr versteckt, wo er den Wahn des Tyrannen überlebte."
172,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_181","So, und das war die Geschichte des letzten Königs von Ala Mhigo. Es gibt viele Lehren, die man daraus ziehen kann. Ich hoffe nur, dass ich dir nicht alles umsonst erzählt habe."
173,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_200","Widargelt und seine Schülerinnen streifen weiterhin durch Gyr Abania und verbreiten die Lehre von Rhalgrs Faust."
174,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_201","Es geht nicht nur darum, eine Kampfkunst zu verbreiten - sie wollen auch einen ausgelöschten Glauben neu entfachen. Keine leichte Aufgabe, aber Widargelt ist entschlossen. Er wird es schaffen."
175,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_202","Widargelt und ich hatten unsere Differenzen, aber ich bewundere seinen Entschluss. Er liebt sein Land und seine Leute, und auch, wenn er nicht immer der Hellste ist, respektiere ich sein großes Herz. Rhalgrs Faust hat gut gewählt."
176,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_205","Widargelt? Ja, das kann ich dir erzählen."
177,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_206","Er ist nach Rhalgrs Wacht gegangen, um seine Lehre an die Be<SoftHyphen/>freiungs<SoftHyphen/>armee weiterzugeben."
178,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_207","Zentsa und Tchakha haben ihn begleitet und üben tagein, tagaus mit den Soldaten im Tempel der Faust. Warum ich das alles weiß?"
179,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_208","Ich war selbst da und habe sie gesehen. Alles rein zufällig, natürlich."
180,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_220","Widargelt? Er war lange in Rhalgrs Wacht und verbreitete seine Lehren."
181,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_221","Dann hat er seine sieben Sachen gepackt und sich mit Zentsa und Tchakha auf den Weg nach Garlemald gemacht."
182,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_222","Im Kaiserreich war jede Art von Religion strikt verboten. Kein guter Ort, um die Lehren von Rhalgrs Faust zu verbreiten, möchte man meinen."
183,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_223","Doch diesmal ist er unterwegs, um Leben zu retten. Es ist meine Pflicht als Mönch, sagte er."
184,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_224","Er ist immer noch unterwegs. So bald werden wir ihn nicht wiedersehen, aber wir tun gut daran, uns hin und wieder an ihn zu erinnern."
185,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_210","Ich habe ein paar interessante Dinge über Theobald - oder sollen wir ihn besser Adri nennen?<Indent/>- erfahren. Nach dem Kampf wurde er in die Obhut eines Heilers in Ala Gannha gegeben<Indent/>- doch schon am nächsten Tag war er aus dessen Haus spurlos verschwunden."
186,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_211","Er ist auf der Flucht, und kannst du raten, vor wem? Vor der Leichenbrigade natürlich! Mir sind da nämlich ein paar pikante Details zu Ohren gekommen."
187,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_212","Ein Doppelgänger des Greifen war in Thanalan unterwegs und hat sich an die Leichenbrigade gewendet, um Verbündete für den Kampf der Eisenmasken zu gewinnen. Das kann nur Adri gewesen sein."
188,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_213","Die Leichenbrigade selbst war für ihre Schandtaten im Namen des Tyrannen<SoftHyphen/>königs in Ala Mhigo geächtet. Kein Mhigit würde sie mehr willkommen heißen."
189,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_214","Das hat Adri ausgenutzt und versprach ihnen, ihnen wieder ein Zuhause zu geben<Indent/>- wenn sie ihm dabei helfen, den Thron zu besteigen. Ob sie ihn für den rechtmäßigen Thronfolger hielten, vermag ich nicht zu sagen. Es spielt auch keine Rolle. Für die Leichenbrigade war es eine Chance, in Ala Mhigo wieder etwas zu sagen zu haben, also bissen sie an."
190,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_215","Die Leichenbrigade hat sich einspannen lassen und viel riskiert, aber Adris Plan ist gescheitert. Worüber die Leichenbrigade nicht erfreut sein dürfte. Im Gegenteil. Wie ich höre, sinnen sie auf Rache."
191,"TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_216","Und ungefähr zur selben Zeit, als Adri verschwunden ist, hat man eine Handvoll Leichenbriganten durch das südliche Thanalan ziehen sehen, in Richtung Gyr Abania. Mehr weiß ich nicht<Indent/>... aber man kann ja eins und eins zusammenzählen."
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4 0 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_000 Würde es dir etwas ausmachen, jemand anderen bei der Arbeit zu stören? Jemanden, der nicht an einer neuen, bahnbrechenden Methode arbeitet, den Äther zu vermessen?
5 1 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_001 Ah, oh ... Du scheinst <If(PlayerParameter(4))>eine wissbegierige Schülerin<Else/>ein wissbegieriger Schüler</If> zu sein. Dann will ich mal deine grauen Zellen mit Informationen füttern.
6 2 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_002 Die Geschichte der Mönche ist äußerst reichhaltig. Da ist es keine Schande, wenn einem die eine oder andere Einzelheit einmal entfällt.
7 3 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_003 Gib auf dich Acht, <Split(<Highlight>ObjectParameter(1)</Highlight>, ,1)/>. Widargelt und du seid in Gefahr, und ihr wisst nicht, mit wem ihr es zu tun habt. Ihr müsst überlegt vorgehen und die Umstände sorgfältig ergründen.
8 4 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_004 Ich habe davon gehört, dass du alle zwölf Chakren geöffnet hast. Ich ziehe meinen Hut vor dir, <Split(<Highlight>ObjectParameter(1)</Highlight>, ,1)/>. Als Wissenschaftler weiß ich, welcher Anstrengungen es bedarf, um eine Koryphäe in seinem Spezialgebiet zu werden.
9 5 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_001 Warum zögert Widargelt nur so? Er hatte doch von Anfang an immer nur eins im Sinn.
10 6 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_010 Ich bin schon viel rumgekommen bei meinen Feldforschungen zum Übernatürlichen, aber von Ul'dah bis nach Gyr Abania ist es ja doch ein ganz schönes Stück. Und ein staubiges Stück dazu.
11 7 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_020 Ich werde mich bei Hakom und den anderen Faustkämpfern entschuldigen. Kümmert ihr euch um die dringenderen Aufgaben.
12 8 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_030 Ich bin untröstlich, euch solche Schwie<SoftHyphen/>rig<SoftHyphen/>keiten bereitet zu haben. Und dankbar für meine Rettung. Wer weiß, was die Leichenbrigade mit mir angestellt hätte, wenn ihr nicht gekommen wärt?
13 9 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_040 Widargelt hat seinen Kampfgeist wiedergefunden! Die Rauferei mit Theobald und seinen Schergen war aber auch wirklich eine Wahnsinnsprügelei. Wie in alten Zeiten!
14 10 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_050 Ich habe gehört, was mit deinen Freunden vom Bund der Morgenröte passiert ist. Alles sehr mysteriös. Wirklich, sehr mysteriös<Indent/>...
15 11 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_060 Dass der Äther verschwunden ist, soll mit einem nie dagewesenen Phänomen zusammenhängen: Die Exegeten sind in eine andere Welt transportiert worden. Ich weiß noch nicht, ob ich das glauben soll, aber theoretisch halte ich es für möglich.
16 12 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_070 Mir wurde vom Bund der Morgenröte berichtet, dass die Exegeten wieder aus dieser anderen Welt zurückgekehrt seien. Mich würde ja brennend interessieren, was für eine Welt das ist. Welche Kulturen gibt es dort? Wie verlief ihre Geschichte?
17 13 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_080 Als Erforscher des Übernatürlichen habe ich viel gesehen und gehört, aber die Letzten Tage sind mir nicht mehr als ein Begriff. Ich habe noch viel zu lernen<Indent/>...
18 14 TEXT_JOBDEFMNK_00093_Q1_000_000 Was möchtest du fragen?
19 15 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A1_000_000 Ich möchte mehr über Sil'dihs Geschichte erfahren.
20 16 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A2_000_000 Was sind die neuesten Erkenntnisse über den Äther?
21 17 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A2_100_000 Was kannst du mir über Rotgischt erzählen?
22 18 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A3_000_000 Ich möchte mehr über das Tonfeld erfahren.
23 19 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A4_000_000 Ich möchte mehr über den Ostend-Mischwald erfahren.
24 20 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A5_000_000 Was hat es mit den Mönchen und Rhalgr auf sich?
25 21 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A6_000_000 Unter welchen Umständen verschwand der Tempel der Mönche?
26 22 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A7_000_000 Ich möchte mehr über den Silbertränensee erfahren.
27 23 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A8_000_000 Wer war der letzte König von Ala Mhigo?
28 24 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A10_000_000 Was ist aus Widargelt geworden?
29 25 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A11_000_000 Was ist aus Theobald geworden?
30 26 TEXT_JOBDEFMNK_00093_A9_000_000 Danke, ich habe keine Fragen.
31 27 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_010 Dass die Zivilisation von Sil'dih nun schon gut zweihundert Jahre tot ist, brauche ich ja kaum zu erwähnen.
32 28 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_011 Nach dem Tod des Königs von Sil'dih, Lalawefu, den man den „Brunnenkönig“ nannte, begann eine Zeit der Unruhe für das Land.
33 29 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_011 Ökonomische Reformen fanden damals mit ihm ein Ende und was blieb, waren horrende Steuersätze, die überall Unsicherheit und Unmut schürten. Es dauerte nicht lange, bis sich die Spannungen entluden und es überall im Land zu Aufständen kam. Der Staat versank im Chaos!
34 30 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_101_011 Und was meinst du, was das benachbarte Ul'dah tat? Es hatte seinerseits große innere Probleme, erkannte aber die Gunst der Stunde und nutzte das Durcheinander.
35 31 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_012 Der damalige Sultan, Sasagan Ul Sisigan ... Ah, erkennst du den Namen „Ul“ wieder? Die gegenwärtige Sultana, Nanamo Ul Namo, ist die zweite Regentin der Ul-Dynastie. Sie ist eine entfernte Verwandte von Sasagan und ... Äh, wo war ich? Ach ja!
36 32 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_012 Also, der damalige ul'dhische Sultan nutzte das Durcheinander und fiel mit einem riesigen Heer in Sil'dih ein. Die Ul'dahner wollten damals das Wissen um die Flussregulierung und mit ihm das Wasser aus wichtigen Quellgebieten rauben.
37 33 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_013 Doch die Machthaber Sil'dihs drehten den Spieß geschickt um! Der Einfall der ausländischen Aggressoren bot prächtigen Stoff für Propaganda und im Nu konnte das Volk gegen einen gemeinsamen Feind geeint und alle Aufstände beendet werden. Es folgte eine offizielle Kriegserklärung an Ul'dah.
38 34 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_013 Diese Ereignisse stürzten die beiden Nationen in einen unerbittlichen Krieg mit sich ständig verschiebenden Fronten, aber ohne entscheidende Schlachten. Es erschien wahrscheinlich, dass der Krieg viele Jahre dauern würde.
39 35 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_014 Zwar hatte die herrschende Elite von Sil'dih dadurch, dass es ihr gelungen war, das Volk zu einen, eine schnelle Invasion abgewendet, aber sie konnte sich dessen nicht wirklich erfreuen. Natürlich kosten Kriege viele Gil, und da es in Sil'dih schon zu Kriegsbeginn zu wenig davon gab, ging die Staatskasse schnell zur Neige.
40 36 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_015 Da man sich dem Gegner auf lange Sicht aussichtslos unterlegen sah, suchte man nach Strategien, den Kriegsverlauf schnell für sich zu entscheiden ...
41 37 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_016 ... und entschied sich für einen genauso radikalen wie furcht<SoftHyphen/>er<SoftHyphen/>re<SoftHyphen/>gen<SoftHyphen/>den Plan: die eigenen Soldaten in Zombies zu verwandeln!
42 38 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_017 Als die schaurigen Soldaten ins Feld zogen, sah die Strategie anfangs wie ein voller Erfolg für Sil'dih aus. Den lebenden Toten hatten die ul'dhischen Soldaten nichts entgegenzusetzen. Doch dann verloren die sil'dhischen Magier die Kontrolle über die Heere und die Zombies begannen, die eigene Bevölkerung abzuschlachten.
43 39 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_018 In Ul'dah blockierte man alle Verbindungswege zu Sil'dih, um sich vor den Untoten zu schützen. Dann schickten die treu an Nald'thal glaubenden Ul'dahner die Zombies in einem heiligen Krieg dahin zurück, woher sie gekommen waren: Thals Reich.
44 40 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_019 Dies ist der allseits bekannte und akzeptierte geschichtliche Hergang, der zum Untergang von Sil'dih führte. Keine schöne Geschichte, aber vielleicht eine lehrreiche.
45 41 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_020 Lass mich dir also etwas über die Ätherologie erzählen ...
46 42 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_021 Der uns umgebende Äther ist wie eine unsichtbare Lebensenergie und zugleich die treibende Kraft hinter jeder Form von Magie. Wenn ein Lebewesen stirbt, rinnt seine Lebensenergie als Äther zurück in den Ätherfluss, der ganz Hydaelyn durchzieht.
47 43 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_022 Ein kleiner Teil jedoch bleibt dabei in unserer physischen Welt zurück. Dieser verbliebene Äther kristallisiert und formt die Kristalle, mit denen jedes Kind in Eorzea vertraut ist.
48 44 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_023 So weit, so gut. So sagt es jedenfalls die herrschende Lehrmeinung der Ätherforscher.
49 45 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_024 Meine Forschungen beruhen jedoch auf der Annahme, dass es nicht immer zu einer Kristallisation kommt, sondern der Äther manchmal als solcher zurückbleibt.
50 46 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_025 Nimm beispielsweise all die Geschichten von Gespenstern - sind das zum Vorschein kommende Seelen von Verstorbenen? Totaler Humbug! Es handelt sich dabei um nichts weiter als lumineszierende Rückstände ätherischer Energie!
51 47 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_026 Im Genauen lautet meine Theorie wie folgt: Wenn Leben erlischt, strömt die ätherische Energie aus dem Körper und kehrt in den Ätherfluss zurück.
52 48 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_027 Jedoch gibt es eine Höchstgrenze, wie viel Äther auf einmal aus unserer physischen Welt zurückfließen kann. Wenn diese Höchstgrenze erreicht ist, verbleibt der überschüssige Äther in unserer Welt.
53 49 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_028 Diese Höchstgrenze nenne ich die Ätherschwelle.
54 50 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_029 Wenn nun also in sehr kurzer Zeit sehr viele Leben verwirkt werden, wie etwa während einer großen Schlacht, kann die ätherische Energie nicht vollständig zurückfließen. Teils kristallisiert sie sich, teils bleibt sie unsichtbar ...
55 51 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_030 Indem wir die ätherische Energie auf einem antiken Schlachtfeld vermessen, können wir Erkenntnisse darüber gewinnen, welches Ausmaß sie hatte und wie viele Soldaten dabei ums Leben kamen. Und genau aus diesem Grund interessiere ich mich als Kriegshistoriker so sehr für das Thema Äther.
56 52 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_031 Doch egal, wie viel wir bereits darüber zu wissen glauben, viele Mysterien verbleiben noch immer ungeklärt. Die Unter<SoftHyphen/>such<SoftHyphen/>ung des Äthers wird die Wissenschaft bestimmt noch über Jahre hinweg beschäftigen.
57 53 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_032 Für Rotgischt interessierst du dich also. Dann hör mal gut zu.
58 54 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_033 Woher der Name kommt, ist kein Rätsel. Die Küste selbst trägt bereits den klangvollen Namen „Blutkrustenküste“. Hier hat sich vor einem halben Jahrhundert eine schreckliche Tragödie ereignet.
59 55 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_034 Zwei große Piratenverbände, der Bund der verlorenen Bastarde und die Rauschebart-Piraten, die beide die Gewässer des Golfs von Rhotano für ihre Beutezüge beanspruchten, lieferten sich vor Rotgischt eine brutale Seeschlacht.
60 56 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_035 Der genaue Grund, warum es zu dieser Seeschlacht kam, ist heute nicht mehr bekannt. Aber ich kann dir sagen, dass es wahrscheinlich etwas mit der für Piraten üblichen Gier nach Edelsteinen, Goldbarren oder einer großen Lieferung Rum zu tun hatte.
61 57 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_036 Der Anführer der verlorenen Bastarde war übrigens kein anderer als der Vater von Admiral Merlwyb Bloefhiswyn. Sie hat später das Kommando über die verlorenen Bastarde übernommen.
62 58 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_037 Jetzt bin ich ein bisschen vom Thema abgekommen, aber die große Seeschlacht gehört nun mal zu der Geschichte von Rotgischt. In dieser Schlacht stießen insgesamt sieben Galeassen und eine zweistellige Zahl von leichten bis mittelschweren Schiffen aufeinander.
63 59 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_038 Vier der Galeassen wurden auf den Grund des Meeres geschickt, mit Mann und Maus ... Ein unvorstellbares Drama, denn auf jedem dieser Schiffe befanden sich Hunderte von Matrosen.
64 60 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_039 So viele Seeleute starben an diesem Tag, dass sich die Küste rot mit ihrem Blut färbte. Zumindest lauten so die Geschichten, die sich die Bewohner der Küstendörfer erzählen. Tatsache ist, dass heute noch Gebeine an Land gespült werden.
65 61 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_039 Mit der Zeit allerdings verblasst die Erinnerung an die Schlacht und der neureiche Gegeruju hat der Region den modernen Namen Sonnenküste verpasst. Wer sein Gemüt kennt, wundert sich nicht.
66 62 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_101_039 Ich hoffe, dass die Erkenntnisse der kriegsgeschichtlichen Forschung über Rotgischt nicht in Vergessenheit geraten. Es gibt so viel, was wir aus der Ver<SoftHyphen/>gangen<SoftHyphen/>heit lernen können.
67 63 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_040 Tonfeld ... Fangen wir erst einmal mit den geografischen Gegebenheiten an, bevor wir uns den Ereignissen widmen, die sich dort abspielten.
68 64 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_041 Das Tonfeld ... Nun ja, es erstreckt sich zwischen dem Westufer des Velodyna und dem Fuße eines erloschenen Vulkans. Die Tonerde wurde vom Velodyna transportiert und hat sich dort abgelagert. Von dort aus kann man den Rothlyt-Meerbusen überblicken.
69 65 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_042 Das Tonfeld ist seit dem Purpurlaubkrieg übrigens gridanisches Hoheitsgebiet, davor gehörte es zu Ala Mhigo.
70 66 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_043 Vor etwa hundert Jahren bestieg der Rüstige Manfred als König den Thron von Ala Mhigo.
71 67 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_044 Manfred wollte seinem Volk durch eine Ausdehnung des Staatsgebiets einen wirtschaftlichen Aufschwung bescheren. Der heutzutage als Purpurlaubkrieg bekannte Feldzug wurde von ihm eingeleitet.
72 68 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_045 Natürlich machten sich alle Stadt<SoftHyphen/>staaten große Sorgen wegen dieser Invasionspläne, doch kämpfen mussten zuerst nur die Gridanier, denn ihr Land grenzt geografisch an Ala Mhigo. Der damalige Anführer der Pikeniere, Großmeister Vainchelon, führte als General die gridanischen Truppen in den Kampf.
73 69 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_046 Die Truppen von Ala Mhigo führte der tapfere Feldherr Gylbarde, der beim mhigischen Volk sehr beliebt war.
74 70 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_047 Vainchelon wurde nach einigen ausgeglichen verlaufenen Plänkeleien schwer krank, doch vom Krankenbett aus ersann er eine neue Strategie.
75 71 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_048 Nach der Schlacht auf dem Tonfeld, die ohne klaren Sieger endete, ließ er seine Truppen damit beginnen, bei Camp Neun Efeuranken einen Wall zu errichten.
76 72 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_049 Dem anrückenden Gegner sollte dadurch vorgegaukelt werden, dass man sich auf einen langen Verteidigungskampf vorbereitete, um ihn in die Offensive zu locken.
77 73 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_050 Als Vainchelon jedoch seiner Krankheit erlag, übernahm Osbern die Führung der gridanischen Truppen. Seinerseits von großer Profilierungssucht getrieben, sah er vom Plan seines Vorgängers ab und beschloss, sich dem feindlichen Heer in einer offenen Feldschlacht zu stellen. Der mhigische Feldherr Gylbarde nutzte die Unerfahrenheit der Gridanier in der Offensive und lauerte dem gegnerischen Heer beim Tonfeld auf.
78 74 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_051 Nach dem Verlassen des schützenden Walls wurden die vorrückenden gridanischen Truppen allerdings immer wieder durch gegnerische Attacken behindert.
79 75 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_052 Der hochmütige Osbern trieb seine Truppen pausenlos voran, da ihn jede Verzögerung seiner Offensive erzürnte. Schließlich waren seine Soldaten jedoch so geschafft, dass sie ein Feldlager aufschlagen mussten ... und zwar direkt auf dem Tonfeld.
80 76 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_053 Genau darauf hatte der auf der Lauer liegende Gylbarde spekuliert! Mit sechstausend seiner Mannen schloss er das gridanische Feldlager ein und schnitt es so von jeglicher Versorgung mit frischem Wasser ab. Außerdem ließ er das Lager pausenlos mit Pfeilsalven beschießen.
81 77 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_054 Natürlich sank die Kampfmoral der Gridanier angesichts der aussichtslosen Lage schnell auf den Nullpunkt. Osbern unternahm zwei Versuche, aus dem Kessel zu entkommen - erfolglos. Bei dem dritten, verzweifelten Versuch die gegnerischen Linien zu durchbrechen ...
82 78 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_055 ... wurde Osbern schließlich vom mhigischen Heer ge<SoftHyphen/>fangen<SoftHyphen/>ge<SoftHyphen/>nommen. Und nicht nur das! Der berühmte Zauberstab „Claustrum“, den er von den Saatsehern ausgeliehen hatte, fiel ebenfalls in gegnerische Hände!
83 79 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_056 Aufgrund dieser vernichtenden Niederlage wäre Ala Mhigo womöglich die Besetzung Gridanias gelungen, doch die anderen Stadt<SoftHyphen/>staaten schickten Verstärkung, um den Vorstoß Ala Mhigos zu stoppen. Natürlich vorrangig, um sich selbst zu schützen.
84 80 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_057 Gylbarde jedenfalls gewann während des Krieges großen politischen Einfluss in Ala Mhigo und mit ihm auch der Glaube an Rhalgr, unter dessen Stern der Feldherr geboren wurde.
85 81 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_058 Nun weißt du, was sich auf dem Tonfeld zugetragen hat. Nein, du brauchst mir nicht zu danken. Jede gefüllte Wissenslücke ist mir Dank genug!
86 82 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_060 Im Ostend-Mischwald, ganz im Osten des Finsterwalds, fand nach der Niederlage der Gridanier auf dem Tonfeld eine weitere wichtige Schlacht im Purpurlaubkrieg statt.
87 83 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_061 Gridania war fortan in der Defensive und die Frontlinie verschob sich immer weiter auf die Waldstadt zu. Nach der dramatischen Niederlage der Gridanier in der ersten Schlacht um Tinolqa sah bereits alles nach einem raschen Sieg für die Eindringlinge aus.
88 84 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_062 Dennoch verteidigten die Waldbewohner jeden Yalm ihres Heimatlands. Bis zur Östlichen Blattader führten sie immer wieder Überfälle aus dem schützenden Dickicht des Finsterwalds auf die vorrückenden Truppen aus. Doch dies war alles, was sie der mhigischen Armee entgegensetzen konnten.
89 85 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_063 In Ala Mhigo war man sich des Sieges bereits so sicher, dass man Gridania vorschlug, zu kapitulieren. Die Bedingungen lauteten, dass einer der Saatseher für zehn Jahre in Ala Mhigo leben solle und dass Gridania den Ostwald und Teile des Tiefen Walds an Ala Mhigo abzutreten habe. Natürlich waren sie für Gridania unannehmbar.
90 86 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_064 Die Rettung für die Waldstadt kam vom zweiten Nachbarn - der Bergfeste Ishgard. Dort hatte man die Entwicklungen in Gridania beobachtet und einen Gegenschlag vorbereitet.
91 87 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_065 Ishgard rief auch Limsa Lominsa und Ul'dah dazu auf, Ala Mhigo den Krieg zu erklären. Dem Ruf wurde Folge geleistet und große Armeen wurden ausgehoben.
92 88 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_066 Als edler Retter konnte der Papst in Ishgard sich indes nicht aufspielen. Seine wahre Motivation war allzu leicht zu erkennen:
93 89 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_067 Hätte Ala Mhigo damals Gridania annektiert, so hätten die mhigischen Truppen von Osten und Süden aus in Ishgard einfallen können! Ishgard wäre sicher gefallen ...
94 90 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_068 Der offizielle Grund für Limsa und Ul'dah, in den Krieg einzutreten, war das Verhindern der Ausweitung des mhigischen Einflussgebiets. Doch natürlich hoffte man in beiden Staaten insgeheim auf später einzulösende Gegenleistungen von gridanischer Seite für diesen <Emphasis>Gefallen</Emphasis>.
95 91 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_069 Jedenfalls entstand auf diese Weise eine alliierte Armee von vier Staaten. Diese riesige Streitkraft traf im Ostend-Mischwald auf das Hauptheer Ala Mhigos.
96 92 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_070 Ala Mhigo ließ sich keineswegs durch die gegnerische Truppenstärke beeindrucken. Spähtrupps kundschafteten die Alliierten aus, und so gelang es, genaue Informationen über deren Schlacht<SoftHyphen/>ord<SoftHyphen/>nung zu gewinnen.
97 93 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_071 Man stellte Langspießträger gezielt gegen die berüchtigte schwere Kavallerie aus Ishgard auf.
98 94 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_072 Und selbst der mhigische König Manfred begab sich persönlich an die Front, um die Moral seiner Truppen zu stärken.
99 95 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_073 Die Alliierten verfolgten jedoch eine gerissene Taktik. Die Reiterei zog sich in den Wald zurück, wo sie selbst nicht viel ausrichten konnte.
100 96 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_074 Allerdings waren auch die nachrückenden Langspießträger im Wald weit weniger effizient und hatten gegen die dort lauernden limsischen Piraten und ul'dhischen Gladiatoren keine Chance.
101 97 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_075 Den größten Schaden richteten jedoch die gridanischen Bogenschützen an, die außerhalb des Waldes lauerten und auf jeden mhigischen Soldaten schossen, der den Schutz der Bäume verließ.
102 98 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_076 Sie schossen nicht nur mit tödlicher Präzision, sondern stärkten mit ihren Kriegsliedern auch die Moral der Alliierten.
103 99 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_077 Das Heer Ala Mhigos wurde vernichtend geschlagen.
104 100 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_078 Feldherr Gylbarde starb auf dem Schlachtfeld und König Manfred wurde schwer verwundet.
105 101 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_079 Und damit endet auch schon meine stark komprimierte Zusammenfassung der damaligen Ereignisse im Ostend-Mischwald. Ich habe das Gefühl, dass du bei mir eine ganze Menge lernen kannst, <Split(<Highlight>ObjectParameter(1)</Highlight>, ,1)/>.
106 102 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_090 Eine gute Frage. Dann will ich mal deine grauen Zellen mit Informationen füttern ...
107 103 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_091 Die Mönche und ihr Orden „Rhalgrs Faust“ sind für mich als Wissenschaftler genauso interessant wie jede andere religiöse Gemeinschaft:
108 104 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_092 Nämlich auf eine ganz eigene, armselige Weise.
109 105 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_093 Der Orden lehrt all diejenigen, die dumm genug sind, an solch einen Humbug zu glauben, dass man sich durch unablässiges Training von Körper und Geist dem Gott Rhalgr nähern könne.
110 106 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_094 Ihr Training ermöglicht es den Mönchen, die ätherische Energie im Innern ihrer Körper zu kanalisieren und sie gezielt einzusetzen, um große Zerstörung zu verursachen.
111 107 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_095 Die Mönche beziehen sich dabei auf die Chakren des Körpers, aber glaube mir, wenn ich dir sage, dass es nichts weiter als Äther ist.
112 108 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_096 Mit der primitiven Gabe gesegnet, Dinge besonders hart schlagen zu können, entwickelte sich der Kult in eine Art Schutztruppe für den Haupttempel, der in Gyr Abania und somit in einer sehr rauen Gegend gelegen war.
113 109 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_097 Über die Jahre jedoch wuchs das, was als kleine Gruppe religiöser Fanatiker begann, die um ihr Überleben kämpften, zu einer ehrgeizigen Organisation religiöser Fanatiker heran, die um die Vor<SoftHyphen/>macht<SoftHyphen/>stel<SoftHyphen/>lung in der Region kämpfte.
114 110 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_098 Die damaligen Machthaber in Ala Mhigo waren ob des wachsenden Einflusses der kriegerischen Mönche verständlicherweise besorgt und hielten sie dazu an, im Namen Rhalgrs für Ala Mhigo zu kämpfen. Anstatt den Orden zu verbieten, machte man sich seine Macht also zunutze.
115 111 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_099 Verbindungen zu den Adelsgeschlechtern des Staates wurden gestärkt und die Kriegermönche wurden als fester Bestandteil in die Streitkräfte Ala Mhigos integriert.
116 112 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_100 Den Mönchen wurden viele Zugeständnisse gemacht und in den nächsten Jahren sollte ihr politischer Einfluss im Staate beträchtlich wachsen.
117 113 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_110 Vom Untergang einer Religion zu erzählen, macht mir ja zuge<SoftHyphen/>gebener<SoftHyphen/>maßen Spaß. Dann spitz mal die Ohren!
118 114 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_111 Die Macht von Rhalgrs Faust wuchs immer weiter und alsbald wurde der Orden offiziell zur Staatsreligion erklärt. Der politische, ökonomische und auch kulturelle Einfluss der Mönche wuchs weiter und es versteht sich von selbst, dass einige alteingesessene Herrschaften über diese Entwicklung gar nicht erfreut waren.
119 115 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_112 Allen voran der letzte und grausamste König von Ala Mhigo: Theoderic. Er sah in den Mönchen potenzielle Rivalen und wollte nicht warten, bis sie mächtig genug wurden, ihm seinen Königsthron streitig zu machen.
120 116 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_113 Um seine Position religiös zu untermauern, proklamierte er einfach, dass die Königswürde sein gottgegebenes Recht und Privileg sei. Die Göttin Nymeia, Herrin des Rhalgr, hätte sie ihm zugesprochen.
121 117 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_114 Daraufhin ließ er die Anbetung Rhalgrs und aller anderen Götter verbieten und verlangte, dass alle Gebete in Ala Mhigo an Nymeia zu richten sein, um seine absolute Herrschaft zu etablieren.
122 118 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_115 Natürlich protestierten die Anhänger Rhalgrs im ganzen Staat, genauso wie es Theoderic vorhergesehen hatte!
123 119 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_116 Er nutzte den Aufruhr, um einige hochrangige Mitglieder des Ordens ins Gefängnis werfen zu lassen, wo sie unter Folter gestanden, sie hätten einen Putsch gegen den König geplant.
124 120 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_117 Im Jahre 1552 der Sechsten Ära des Lichts führte Theoderic eine riesige Armee zum Haupttempel der Mönche und umstellte ihn.
125 121 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_118 In der daraufhin entbrennenden Schlacht wurden alle niedergemacht - egal, ob sie Mönche waren, Diener, die die Felder bestellten, oder einfache Bauern, die im Tempel Zuflucht gesucht hatten.
126 122 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_119 Die Kriegermönche kämpften heroisch, doch sie waren hilflos in der Unterzahl. Mit dem Massaker an jenem Tag verschwand die Bruderschaft. Viele ältere Mönche begingen aus Gram Selbstmord und mit ihnen erloschen auch die geheimen Kenntnisse des Ordens.
127 123 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_120 Es wird angenommen, dass alle Mönche, die um die Geheimnisse der sogenannten Chakren wussten, damals ums Leben kamen ...
128 124 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_121 Aber wie lassen sich dann Widargelts Fertigkeiten erklären? Das Ende des Ordens scheint jedenfalls nicht das Ende aller Mönche gewesen zu sein.
129 125 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_130 Der Silbertränensee ... Zu diesem Thema könnte man ganze Bücher füllen. Lass mich kurz überlegen, wo ich überhaupt anfangen soll ...
130 126 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_131 Seit der Antike wird dem Silbertränensee und der Region Mor Dhona, in der er sich befindet, eine große <Emphasis>spirituelle</Emphasis> Energie zugeschrieben - wie ungebildete Individuen sie nennen würden.
131 127 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_132 Der Glaube daran ist so alt, dass selbst die Gruft von Xandes, dem ersten Kaiser des Allagischen Reichs, dort angelegt wurde. Man glaubte tatsächlich, die <Emphasis>mystische</Emphasis> Energie des Sees würde ihn wieder zum Leben erwecken.
132 128 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_133 Nun, es gibt jede Menge Legenden, die sich um den See ranken. Am bekanntesten ist wohl die des Drachengotts. Auch wenn Völkerkunde nicht mein Hauptfach ist, so will ich ganz allgemein erzählen, worum es darin geht.
133 129 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_134 Erst wurde Althyk geboren, der Gott der Zeit, dann folgte seine jüngere Schwester Nymeia, die Göttin des Schicksals.
134 130 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_135 Dann kam das Wasser und durch es entstand der Silbertränensee als Zentrum von allem, das war. Der See wurde Quell allen Lebens und auch Ursprung der Magie.
135 131 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_136 Mit dem Wasser kam der Hohe Drache Midgardsormr, und Bruder Zeit und Schwester Schicksal, die fürchteten, der See könne in die Hände des Bösen fallen, befahlen dem Drachen zum Beschützer des Sees zu werden.
136 132 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_137 Viel später, als die Sterblichen begannen diese Gegend zu bewohnen, huldigten sie Midgardsormr als Schutzgott des Silbertränensees.
137 133 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_138 Warst du schon einmal am Silbertränensee, <Split(<Highlight>ObjectParameter(1)</Highlight>, ,1)/>? Dann musst du den riesigen leblosen Drachenkörper erspäht haben, der mit ausgeweiteten Schwingen wie versteinert über dem See thront - das ist Midgardsormr.
138 134 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_139 Es ist erst fünfzehn Jahre her, dass sich die Tragödie ereignete. Nachdem die Garlear meine Heimat Ala Mhigo überfallen hatten, entsandten sie eine riesige Luftstreitmacht zum Silbertränensee, angeführt von dem monströsen Luftschlachtschiff <Emphasis>Agrius</Emphasis>.
139 135 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_140 Natürlich wussten die Garlear, dass der See als das Gebiet mit der höchsten Konzentration ätherischer Energie galt.
140 136 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_141 Und dann, als die Luftschiffe des bösen Kaiserreichs den Himmel verdunkelten, erschien ein ebenso dunkler, Tod verheißender Schatten unter der Was<SoftHyphen/>ser<SoftHyphen/>o<SoftHyphen/>ber<SoftHyphen/>flä<SoftHyphen/>che. Das Wasser teilte sich und Midgardsormr schoss zum Himmel empor, um sein Gewässer zu verteidigen.
141 137 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_142 Der darauf folgende Kampf zwischen Midgardsormr und der <Emphasis>Agrius</Emphasis> ging in die Geschichtsbücher ein. Der Drache kämpfte mit göttlicher Stärke und brachte das Luftschiff, das noch immer von seinem Körper umschlungen war, letztendlich zum Absturz.
142 138 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_143 Doch als es in den See stürzte, explodierten die riesigen Erdseim-Tanks und Midgardsormr starb in einem Inferno aus Flammen, die seinen Körper kohlenschwarz verbrannten.
143 139 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_144 Die <Emphasis>Skulptur</Emphasis> vom Wrack der <Emphasis>Agrius</Emphasis>, umschlungen von Midgardsormr, wird nun der „Hüter des Sees“ genannt.
144 140 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_145 Für viele religiöse und mythologische Enthusiasten ist die Skulptur allein der Beweis für die Existenz der Götter. Für die meisten anderen jedoch ist sie ein Mahnmal an die Schrecken, die die Garlear über jeden ihrer Feinde bringen.
145 141 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_146 Warum der Drache an jenem Tag erschien? Ob es sich dabei wirklich um den legendären Midgardsormr handelte?
146 142 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_147 Diese Fragen bleiben bis heute unbeantwortet. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass alles an jenem Tage von den Garlearn selbst inszeniert wurde, um ihre Macht zur Schau zu stellen.
147 143 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_148 Aber lassen wir die Drachen und Garlear einmal außen vor und sprechen über meine eigene Entdeckung am Silbertränensee!
148 144 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_149 Der Äther in diesem Areal ist in einem extrem chaotischen Zustand. Ich hatte lange Zeit angenommen, der Kampf zwischen den Garlearn und dem Drachen wäre die Ursache dafür, doch dem ist nicht so!
149 145 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_150 Die Störungen, die ich feststellen konnte, wurden nicht alle von einer Quelle verursacht. Neben dem Äther, der noch immer vom Hüter des Sees emittiert wird, stammen große Mengen ätherischer Energie tief aus der Erde, südöstlich des Sees.
150 146 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_151 Ich habe die Wellenmuster dieser Energie studiert und festgestellt, dass sie genau das Konstrukt formen, von dem sie ausgehen - dem Kristallturm!
151 147 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_152 Dass gerade <Emphasis>ich</Emphasis> auf ein solch legendäres Bauwerk stoßen sollte! Der Inbegriff allagischer Kultur und Technologie! Es war die große Katastrophe vor ungefähr 5000 Jahren, die den Turm aus seinem Schlummer weckte und ihn nach und nach aus der Erde hob.
152 148 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_153 Und nun ragt er wieder wie einst in den Himmel auf!
153 149 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_154 Du musst ihn mit eigenen Augen gesehen haben. Es gibt kaum einen beeindruckenderen Anblick. Der donnernde Applaus meiner Kollegen, als ich ihnen meine Theorie über diesen Turm vorgelegt habe, klingt mir auch jetzt noch in den Ohren. Und was für Diskussionen ich damit entfachte<Indent/>...
154 150 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_155 Nun gibt es eine Gruppe aus Forschern, die sich gänzlich mit den Allagern befassen. Die Sankt Coinach-Stiftung nennen sie sich. Ich harre gespannt, welche Früchte ihre Forschung tragen wird.
155 151 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_160 Wie ich womöglich bereits erwähnte, war König Theoderic ein ruchloser Tyrann, der für den Untergang von Rhalgrs Faust verantwortlich zu machen ist. Es ist daher auch nicht überraschend, dass er der letzte König Ala Mhigos war.
156 152 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_161 Aber sein Aufstieg und sein Fall - das ist der Stoff, aus dem die Träume von Historikern wie mir sind!
157 153 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_162 Theoderics Gier nach Macht war so groß, dass nur eine absolute Alleinherrschaft ihn zufrieden stimmen konnte. Um den politischen Einfluss der Mönche einzuschränken, die an Rhalgr glauben, erklärte er seine königliche Macht als gottgegebenes Recht und Privileg, das er von Nymeia selbst erhielt.
158 154 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_163 Was folgte, war ein Kreuzzug, der in der Auslöschung der Mönche endete. Hatte ich das bereits erwähnt?
159 155 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_164 Wie dem auch sei, seine barbarischen Taten erschütterten die Ge<SoftHyphen/>sell<SoftHyphen/>schaft Ala Mhigos im Kern.
160 156 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_165 Die Zeit seiner Herrschaft war eine Ära der Verfolgungen und des blanken Terrors.
161 157 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_166 Nach dem Massaker am Haupttempel der Mönche verschwand die Opposition fast vollständig.
162 158 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_167 Danach begann Theoderic mit erschreckendem Enthusiasmus ein Adelsgeschlecht nach dem anderen auszulöschen, damit auch diese ihm den Thron nicht streitig machen konnten. Häuser, Ränge, Titel - all dies spielte dabei für ihn keine Rolle.
163 159 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_168 Enthauptungen standen auf der Tagesordnung und es gab bald keine Köpfe mehr, die Theoderic noch rollen lassen konnte.
164 160 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_169 Sein Zorn richtete sich bald gegen jeden, der auch nur den geringsten Bruchteil seiner Macht besaß. Nach den Adligen machte er Jagd auf Abgeordnete und reiche Kaufleute.
165 161 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_170 Um ihr Leben fürchtend wandten sich viele Angeklagte an die Königin und flehten darum, sie möge ihrem manischen Gatten Einhalt gebieten. Doch der König war taub auf diesem Ohr und ließ sich auch von seiner Gemahlin nicht die Blutlust austreiben.
166 162 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_171 Keine andere Lösung sehend, verschwor sie sich mit einigen übrigen Adligen und plante einen Anschlag auf Theoderic.
167 163 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_172 Der Plan kam jedoch ans Tageslicht und alle Verräter verloren ihren Kopf.
168 164 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_173 Danach wurde Theoderic - selbst von seiner eigenen Frau betrogen - noch paranoider und seine Maßnahmen immer absurder. Bald schon ließ er zufällige Bewohner der Stadt hinrichten, egal, ob Bettler oder Edelmann.
169 165 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_174 Du kannst dir sicher ausmalen, was als Nächstes passierte.
170 166 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_175 Im Palast wimmelte es bald nur so von Nachahmern und Denunzianten. Auch für diese Entwicklung wollte Theoderic jemanden verantwortlich machen und führte seinen treuesten Vasallen dem Henkersbeil zu.
171 167 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_176 Als die Unterdrückung nicht länger zu ertragen war, starteten die Bewohner Ala Mhigos eine Revolte und stürmten den Palast. Die königlichen Wachen traten beiseite und öffneten bereitwillig die Tore.
172 168 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_177 Manch einer behauptet, die Revolte wurde von garleischen Spionen inszeniert, damit die Garlear das entstehende Chaos für ihren Angriff nutzen konnten - und diese Theorie klingt recht plausibel.
173 169 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_178 Am Ende war Theoderic immerhin bei so klarem Verstand, einen Selbstmord dem Tod durch die Hände eines aufgebrachten Mobs vorzuziehen, und er beendete sein eigenes Leben und seine Schreckensherrschaft.
174 170 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_179 Nur ein männlicher Nachfolger des Königs, sein Neffe, überlebte: Theodred.
175 171 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_180 Seine Mutter hielt ihn in einem abgelegenen Tempel der Faust des Rhalgr versteckt, wo er den Wahn des Tyrannen überlebte.
176 172 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_181 So, und das war die Geschichte des letzten Königs von Ala Mhigo. Es gibt viele Lehren, die man daraus ziehen kann. Ich hoffe nur, dass ich dir nicht alles umsonst erzählt habe.
177 173 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_200 Widargelt und seine Schülerinnen streifen weiterhin durch Gyr Abania und verbreiten die Lehre von Rhalgrs Faust.
178 174 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_201 Es geht nicht nur darum, eine Kampfkunst zu verbreiten - sie wollen auch einen ausgelöschten Glauben neu entfachen. Keine leichte Aufgabe, aber Widargelt ist entschlossen. Er wird es schaffen.
179 175 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_202 Widargelt und ich hatten unsere Differenzen, aber ich bewundere seinen Entschluss. Er liebt sein Land und seine Leute, und auch, wenn er nicht immer der Hellste ist, respektiere ich sein großes Herz. Rhalgrs Faust hat gut gewählt.
180 176 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_205 Widargelt? Ja, das kann ich dir erzählen.
181 177 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_206 Er ist nach Rhalgrs Wacht gegangen, um seine Lehre an die Be<SoftHyphen/>freiungs<SoftHyphen/>armee weiterzugeben.
182 178 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_207 Zentsa und Tchakha haben ihn begleitet und üben tagein, tagaus mit den Soldaten im Tempel der Faust. Warum ich das alles weiß?
183 179 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_208 Ich war selbst da und habe sie gesehen. Alles rein zufällig, natürlich.
184 180 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_220 Widargelt? Er war lange in Rhalgrs Wacht und verbreitete seine Lehren.
185 181 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_221 Dann hat er seine sieben Sachen gepackt und sich mit Zentsa und Tchakha auf den Weg nach Garlemald gemacht.
186 182 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_222 Im Kaiserreich war jede Art von Religion strikt verboten. Kein guter Ort, um die Lehren von Rhalgrs Faust zu verbreiten, möchte man meinen.
187 183 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_223 Doch diesmal ist er unterwegs, um Leben zu retten. Es ist meine Pflicht als Mönch, sagte er.
188 184 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_224 Er ist immer noch unterwegs. So bald werden wir ihn nicht wiedersehen, aber wir tun gut daran, uns hin und wieder an ihn zu erinnern.
189 185 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_210 Ich habe ein paar interessante Dinge über Theobald - oder sollen wir ihn besser Adri nennen?<Indent/>- erfahren. Nach dem Kampf wurde er in die Obhut eines Heilers in Ala Gannha gegeben<Indent/>- doch schon am nächsten Tag war er aus dessen Haus spurlos verschwunden.
190 186 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_211 Er ist auf der Flucht, und kannst du raten, vor wem? Vor der Leichenbrigade natürlich! Mir sind da nämlich ein paar pikante Details zu Ohren gekommen.
191 187 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_212 Ein Doppelgänger des Greifen war in Thanalan unterwegs und hat sich an die Leichenbrigade gewendet, um Verbündete für den Kampf der Eisenmasken zu gewinnen. Das kann nur Adri gewesen sein.
192 188 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_213 Die Leichenbrigade selbst war für ihre Schandtaten im Namen des Tyrannen<SoftHyphen/>königs in Ala Mhigo geächtet. Kein Mhigit würde sie mehr willkommen heißen.
193 189 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_214 Das hat Adri ausgenutzt und versprach ihnen, ihnen wieder ein Zuhause zu geben<Indent/>- wenn sie ihm dabei helfen, den Thron zu besteigen. Ob sie ihn für den rechtmäßigen Thronfolger hielten, vermag ich nicht zu sagen. Es spielt auch keine Rolle. Für die Leichenbrigade war es eine Chance, in Ala Mhigo wieder etwas zu sagen zu haben, also bissen sie an.
194 190 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_215 Die Leichenbrigade hat sich einspannen lassen und viel riskiert, aber Adris Plan ist gescheitert. Worüber die Leichenbrigade nicht erfreut sein dürfte. Im Gegenteil. Wie ich höre, sinnen sie auf Rache.
195 191 TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_216 Und ungefähr zur selben Zeit, als Adri verschwunden ist, hat man eine Handvoll Leichenbriganten durch das südliche Thanalan ziehen sehen, in Richtung Gyr Abania. Mehr weiß ich nicht<Indent/>... aber man kann ja eins und eins zusammenzählen.