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10TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_000Würde es dir etwas ausmachen, jemand anderen bei der Arbeit zu stören? Jemanden, der nicht an einer neuen, bahnbrechenden Methode arbeitet, den Äther zu vermessen?
21TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_001Ah, oh ... Du scheinst eine wissbegierige Schülerin zu sein. Dann will ich mal deine grauen Zellen mit Informationen füttern.
32TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_002Die Geschichte der Mönche ist äußerst reichhaltig. Da ist es keine Schande, wenn einem die eine oder andere Einzelheit einmal entfällt.
43TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_003Gib auf dich Acht, Player. Widargelt und du seid in Gefahr, und ihr wisst nicht, mit wem ihr es zu tun habt. Ihr müsst überlegt vorgehen und die Umstände sorgfältig ergründen.
54TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_004Ich habe davon gehört, dass du alle zwölf Chakren geöffnet hast. Ich ziehe meinen Hut vor dir, Player. Als Wissenschaftler weiß ich, welcher Anstrengungen es bedarf, um eine Koryphäe in seinem Spezialgebiet zu werden.
65TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_001Warum zögert Widargelt nur so? Er hatte doch von Anfang an immer nur eins im Sinn.
76TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_010Ich bin schon viel rumgekommen bei meinen Feldforschungen zum Übernatürlichen, aber von Ul'dah bis nach Gyr Abania ist es ja doch ein ganz schönes Stück. Und ein staubiges Stück dazu.
87TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_020Ich werde mich bei Hakom und den anderen Faustkämpfern entschuldigen. Kümmert ihr euch um die dringenderen Aufgaben.
98TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_030Ich bin untröstlich, euch solche Schwie­rig­keiten bereitet zu haben. Und dankbar für meine Rettung. Wer weiß, was die Leichenbrigade mit mir angestellt hätte, wenn ihr nicht gekommen wärt?
109TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_040Widargelt hat seinen Kampfgeist wiedergefunden! Die Rauferei mit Theobald und seinen Schergen war aber auch wirklich eine Wahnsinnsprügelei. Wie in alten Zeiten!
1110TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_050Ich habe gehört, was mit deinen Freunden vom Bund der Morgenröte passiert ist. Alles sehr mysteriös. Wirklich, sehr mysteriös ...
1211TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_060Dass der Äther verschwunden ist, soll mit einem nie dagewesenen Phänomen zusammenhängen: Die Exegeten sind in eine andere Welt transportiert worden. Ich weiß noch nicht, ob ich das glauben soll, aber theoretisch halte ich es für möglich.
1312TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_070Mir wurde vom Bund der Morgenröte berichtet, dass die Exegeten wieder aus dieser anderen Welt zurückgekehrt seien. Mich würde ja brennend interessieren, was für eine Welt das ist. Welche Kulturen gibt es dort? Wie verlief ihre Geschichte?
1413TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_080Als Erforscher des Übernatürlichen habe ich viel gesehen und gehört, aber die Letzten Tage sind mir nicht mehr als ein Begriff. Ich habe noch viel zu lernen ...
1514TEXT_JOBDEFMNK_00093_Q1_000_000Was möchtest du fragen?
1615TEXT_JOBDEFMNK_00093_A1_000_000Ich möchte mehr über Sil'dihs Geschichte erfahren.
1716TEXT_JOBDEFMNK_00093_A2_000_000Was sind die neuesten Erkenntnisse über den Äther?
1817TEXT_JOBDEFMNK_00093_A2_100_000Was kannst du mir über Rotgischt erzählen?
1918TEXT_JOBDEFMNK_00093_A3_000_000Ich möchte mehr über das Tonfeld erfahren.
2019TEXT_JOBDEFMNK_00093_A4_000_000Ich möchte mehr über den Ostend-Mischwald erfahren.
2120TEXT_JOBDEFMNK_00093_A5_000_000Was hat es mit den Mönchen und Rhalgr auf sich?
2221TEXT_JOBDEFMNK_00093_A6_000_000Unter welchen Umständen verschwand der Tempel der Mönche?
2322TEXT_JOBDEFMNK_00093_A7_000_000Ich möchte mehr über den Silbertränensee erfahren.
2423TEXT_JOBDEFMNK_00093_A8_000_000Wer war der letzte König von Ala Mhigo?
2524TEXT_JOBDEFMNK_00093_A10_000_000Was ist aus Widargelt geworden?
2625TEXT_JOBDEFMNK_00093_A11_000_000Was ist aus Theobald geworden?
2726TEXT_JOBDEFMNK_00093_A9_000_000Danke, ich habe keine Fragen.
2827TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_010Dass die Zivilisation von Sil'dih nun schon gut zweihundert Jahre tot ist, brauche ich ja kaum zu erwähnen.
2928TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_011Nach dem Tod des Königs von Sil'dih, Lalawefu, den man den „Brunnenkönig“ nannte, begann eine Zeit der Unruhe für das Land.
3029TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_011Ökonomische Reformen fanden damals mit ihm ein Ende und was blieb, waren horrende Steuersätze, die überall Unsicherheit und Unmut schürten. Es dauerte nicht lange, bis sich die Spannungen entluden und es überall im Land zu Aufständen kam. Der Staat versank im Chaos!
3130TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_101_011Und was meinst du, was das benachbarte Ul'dah tat? Es hatte seinerseits große innere Probleme, erkannte aber die Gunst der Stunde und nutzte das Durcheinander.
3231TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_012Der damalige Sultan, Sasagan Ul Sisigan ... Ah, erkennst du den Namen „Ul“ wieder? Die gegenwärtige Sultana, Nanamo Ul Namo, ist die zweite Regentin der Ul-Dynastie. Sie ist eine entfernte Verwandte von Sasagan und ... Äh, wo war ich? Ach ja!
3332TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_012Also, der damalige ul'dhische Sultan nutzte das Durcheinander und fiel mit einem riesigen Heer in Sil'dih ein. Die Ul'dahner wollten damals das Wissen um die Flussregulierung und mit ihm das Wasser aus wichtigen Quellgebieten rauben.
3433TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_013Doch die Machthaber Sil'dihs drehten den Spieß geschickt um! Der Einfall der ausländischen Aggressoren bot prächtigen Stoff für Propaganda und im Nu konnte das Volk gegen einen gemeinsamen Feind geeint und alle Aufstände beendet werden. Es folgte eine offizielle Kriegserklärung an Ul'dah.
3534TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_013Diese Ereignisse stürzten die beiden Nationen in einen unerbittlichen Krieg mit sich ständig verschiebenden Fronten, aber ohne entscheidende Schlachten. Es erschien wahrscheinlich, dass der Krieg viele Jahre dauern würde.
3635TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_014Zwar hatte die herrschende Elite von Sil'dih dadurch, dass es ihr gelungen war, das Volk zu einen, eine schnelle Invasion abgewendet, aber sie konnte sich dessen nicht wirklich erfreuen. Natürlich kosten Kriege viele Gil, und da es in Sil'dih schon zu Kriegsbeginn zu wenig davon gab, ging die Staatskasse schnell zur Neige.
3736TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_015Da man sich dem Gegner auf lange Sicht aussichtslos unterlegen sah, suchte man nach Strategien, den Kriegsverlauf schnell für sich zu entscheiden ...
3837TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_016... und entschied sich für einen genauso radikalen wie furcht­er­re­gen­den Plan: die eigenen Soldaten in Zombies zu verwandeln!
3938TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_017Als die schaurigen Soldaten ins Feld zogen, sah die Strategie anfangs wie ein voller Erfolg für Sil'dih aus. Den lebenden Toten hatten die ul'dhischen Soldaten nichts entgegenzusetzen. Doch dann verloren die sil'dhischen Magier die Kontrolle über die Heere und die Zombies begannen, die eigene Bevölkerung abzuschlachten.
4039TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_018In Ul'dah blockierte man alle Verbindungswege zu Sil'dih, um sich vor den Untoten zu schützen. Dann schickten die treu an Nald'thal glaubenden Ul'dahner die Zombies in einem heiligen Krieg dahin zurück, woher sie gekommen waren: Thals Reich.
4140TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_019Dies ist der allseits bekannte und akzeptierte geschichtliche Hergang, der zum Untergang von Sil'dih führte. Keine schöne Geschichte, aber vielleicht eine lehrreiche.
4241TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_020Lass mich dir also etwas über die Ätherologie erzählen ...
4342TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_021Der uns umgebende Äther ist wie eine unsichtbare Lebensenergie und zugleich die treibende Kraft hinter jeder Form von Magie. Wenn ein Lebewesen stirbt, rinnt seine Lebensenergie als Äther zurück in den Ätherfluss, der ganz Hydaelyn durchzieht.
4443TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_022Ein kleiner Teil jedoch bleibt dabei in unserer physischen Welt zurück. Dieser verbliebene Äther kristallisiert und formt die Kristalle, mit denen jedes Kind in Eorzea vertraut ist.
4544TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_023So weit, so gut. So sagt es jedenfalls die herrschende Lehrmeinung der Ätherforscher.
4645TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_024Meine Forschungen beruhen jedoch auf der Annahme, dass es nicht immer zu einer Kristallisation kommt, sondern der Äther manchmal als solcher zurückbleibt.
4746TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_025Nimm beispielsweise all die Geschichten von Gespenstern - sind das zum Vorschein kommende Seelen von Verstorbenen? Totaler Humbug! Es handelt sich dabei um nichts weiter als lumineszierende Rückstände ätherischer Energie!
4847TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_026Im Genauen lautet meine Theorie wie folgt: Wenn Leben erlischt, strömt die ätherische Energie aus dem Körper und kehrt in den Ätherfluss zurück.
4948TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_027Jedoch gibt es eine Höchstgrenze, wie viel Äther auf einmal aus unserer physischen Welt zurückfließen kann. Wenn diese Höchstgrenze erreicht ist, verbleibt der überschüssige Äther in unserer Welt.
5049TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_028Diese Höchstgrenze nenne ich die Ätherschwelle.
5150TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_029Wenn nun also in sehr kurzer Zeit sehr viele Leben verwirkt werden, wie etwa während einer großen Schlacht, kann die ätherische Energie nicht vollständig zurückfließen. Teils kristallisiert sie sich, teils bleibt sie unsichtbar ...
5251TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_030Indem wir die ätherische Energie auf einem antiken Schlachtfeld vermessen, können wir Erkenntnisse darüber gewinnen, welches Ausmaß sie hatte und wie viele Soldaten dabei ums Leben kamen. Und genau aus diesem Grund interessiere ich mich als Kriegshistoriker so sehr für das Thema Äther.
5352TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_031Doch egal, wie viel wir bereits darüber zu wissen glauben, viele Mysterien verbleiben noch immer ungeklärt. Die Unter­such­ung des Äthers wird die Wissenschaft bestimmt noch über Jahre hinweg beschäftigen.
5453TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_032Für Rotgischt interessierst du dich also. Dann hör mal gut zu.
5554TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_033Woher der Name kommt, ist kein Rätsel. Die Küste selbst trägt bereits den klangvollen Namen „Blutkrustenküste“. Hier hat sich vor einem halben Jahrhundert eine schreckliche Tragödie ereignet.
5655TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_034Zwei große Piratenverbände, der Bund der verlorenen Bastarde und die Rauschebart-Piraten, die beide die Gewässer des Golfs von Rhotano für ihre Beutezüge beanspruchten, lieferten sich vor Rotgischt eine brutale Seeschlacht.
5756TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_035Der genaue Grund, warum es zu dieser Seeschlacht kam, ist heute nicht mehr bekannt. Aber ich kann dir sagen, dass es wahrscheinlich etwas mit der für Piraten üblichen Gier nach Edelsteinen, Goldbarren oder einer großen Lieferung Rum zu tun hatte.
5857TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_036Der Anführer der verlorenen Bastarde war übrigens kein anderer als der Vater von Admiral Merlwyb Bloefhiswyn. Sie hat später das Kommando über die verlorenen Bastarde übernommen.
5958TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_037Jetzt bin ich ein bisschen vom Thema abgekommen, aber die große Seeschlacht gehört nun mal zu der Geschichte von Rotgischt. In dieser Schlacht stießen insgesamt sieben Galeassen und eine zweistellige Zahl von leichten bis mittelschweren Schiffen aufeinander.
6059TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_038Vier der Galeassen wurden auf den Grund des Meeres geschickt, mit Mann und Maus ... Ein unvorstellbares Drama, denn auf jedem dieser Schiffe befanden sich Hunderte von Matrosen.
6160TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_039So viele Seeleute starben an diesem Tag, dass sich die Küste rot mit ihrem Blut färbte. Zumindest lauten so die Geschichten, die sich die Bewohner der Küstendörfer erzählen. Tatsache ist, dass heute noch Gebeine an Land gespült werden.
6261TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_100_039Mit der Zeit allerdings verblasst die Erinnerung an die Schlacht und der neureiche Gegeruju hat der Region den modernen Namen Sonnenküste verpasst. Wer sein Gemüt kennt, wundert sich nicht.
6362TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_101_039Ich hoffe, dass die Erkenntnisse der kriegsgeschichtlichen Forschung über Rotgischt nicht in Vergessenheit geraten. Es gibt so viel, was wir aus der Ver­gangen­heit lernen können.
6463TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_040Tonfeld ... Fangen wir erst einmal mit den geografischen Gegebenheiten an, bevor wir uns den Ereignissen widmen, die sich dort abspielten.
6564TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_041Das Tonfeld ... Nun ja, es erstreckt sich zwischen dem Westufer des Velodyna und dem Fuße eines erloschenen Vulkans. Die Tonerde wurde vom Velodyna transportiert und hat sich dort abgelagert. Von dort aus kann man den Rothlyt-Meerbusen überblicken.
6665TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_042Das Tonfeld ist seit dem Purpurlaubkrieg übrigens gridanisches Hoheitsgebiet, davor gehörte es zu Ala Mhigo.
6766TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_043Vor etwa hundert Jahren bestieg der Rüstige Manfred als König den Thron von Ala Mhigo.
6867TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_044Manfred wollte seinem Volk durch eine Ausdehnung des Staatsgebiets einen wirtschaftlichen Aufschwung bescheren. Der heutzutage als Purpurlaubkrieg bekannte Feldzug wurde von ihm eingeleitet.
6968TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_045Natürlich machten sich alle Stadt­staaten große Sorgen wegen dieser Invasionspläne, doch kämpfen mussten zuerst nur die Gridanier, denn ihr Land grenzt geografisch an Ala Mhigo. Der damalige Anführer der Pikeniere, Großmeister Vainchelon, führte als General die gridanischen Truppen in den Kampf.
7069TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_046Die Truppen von Ala Mhigo führte der tapfere Feldherr Gylbarde, der beim mhigischen Volk sehr beliebt war.
7170TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_047Vainchelon wurde nach einigen ausgeglichen verlaufenen Plänkeleien schwer krank, doch vom Krankenbett aus ersann er eine neue Strategie.
7271TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_048Nach der Schlacht auf dem Tonfeld, die ohne klaren Sieger endete, ließ er seine Truppen damit beginnen, bei Camp Neun Efeuranken einen Wall zu errichten.
7372TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_049Dem anrückenden Gegner sollte dadurch vorgegaukelt werden, dass man sich auf einen langen Verteidigungskampf vorbereitete, um ihn in die Offensive zu locken.
7473TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_050Als Vainchelon jedoch seiner Krankheit erlag, übernahm Osbern die Führung der gridanischen Truppen. Seinerseits von großer Profilierungssucht getrieben, sah er vom Plan seines Vorgängers ab und beschloss, sich dem feindlichen Heer in einer offenen Feldschlacht zu stellen. Der mhigische Feldherr Gylbarde nutzte die Unerfahrenheit der Gridanier in der Offensive und lauerte dem gegnerischen Heer beim Tonfeld auf.
7574TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_051Nach dem Verlassen des schützenden Walls wurden die vorrückenden gridanischen Truppen allerdings immer wieder durch gegnerische Attacken behindert.
7675TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_052Der hochmütige Osbern trieb seine Truppen pausenlos voran, da ihn jede Verzögerung seiner Offensive erzürnte. Schließlich waren seine Soldaten jedoch so geschafft, dass sie ein Feldlager aufschlagen mussten ... und zwar direkt auf dem Tonfeld.
7776TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_053Genau darauf hatte der auf der Lauer liegende Gylbarde spekuliert! Mit sechstausend seiner Mannen schloss er das gridanische Feldlager ein und schnitt es so von jeglicher Versorgung mit frischem Wasser ab. Außerdem ließ er das Lager pausenlos mit Pfeilsalven beschießen.
7877TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_054Natürlich sank die Kampfmoral der Gridanier angesichts der aussichtslosen Lage schnell auf den Nullpunkt. Osbern unternahm zwei Versuche, aus dem Kessel zu entkommen - erfolglos. Bei dem dritten, verzweifelten Versuch die gegnerischen Linien zu durchbrechen ...
7978TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_055... wurde Osbern schließlich vom mhigischen Heer ge­fangen­ge­nommen. Und nicht nur das! Der berühmte Zauberstab „Claustrum“, den er von den Saatsehern ausgeliehen hatte, fiel ebenfalls in gegnerische Hände!
8079TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_056Aufgrund dieser vernichtenden Niederlage wäre Ala Mhigo womöglich die Besetzung Gridanias gelungen, doch die anderen Stadt­staaten schickten Verstärkung, um den Vorstoß Ala Mhigos zu stoppen. Natürlich vorrangig, um sich selbst zu schützen.
8180TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_057Gylbarde jedenfalls gewann während des Krieges großen politischen Einfluss in Ala Mhigo und mit ihm auch der Glaube an Rhalgr, unter dessen Stern der Feldherr geboren wurde.
8281TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_058Nun weißt du, was sich auf dem Tonfeld zugetragen hat. Nein, du brauchst mir nicht zu danken. Jede gefüllte Wissenslücke ist mir Dank genug!
8382TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_060Im Ostend-Mischwald, ganz im Osten des Finsterwalds, fand nach der Niederlage der Gridanier auf dem Tonfeld eine weitere wichtige Schlacht im Purpurlaubkrieg statt.
8483TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_061Gridania war fortan in der Defensive und die Frontlinie verschob sich immer weiter auf die Waldstadt zu. Nach der dramatischen Niederlage der Gridanier in der ersten Schlacht um Tinolqa sah bereits alles nach einem raschen Sieg für die Eindringlinge aus.
8584TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_062Dennoch verteidigten die Waldbewohner jeden Yalm ihres Heimatlands. Bis zur Östlichen Blattader führten sie immer wieder Überfälle aus dem schützenden Dickicht des Finsterwalds auf die vorrückenden Truppen aus. Doch dies war alles, was sie der mhigischen Armee entgegensetzen konnten.
8685TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_063In Ala Mhigo war man sich des Sieges bereits so sicher, dass man Gridania vorschlug, zu kapitulieren. Die Bedingungen lauteten, dass einer der Saatseher für zehn Jahre in Ala Mhigo leben solle und dass Gridania den Ostwald und Teile des Tiefen Walds an Ala Mhigo abzutreten habe. Natürlich waren sie für Gridania unannehmbar.
8786TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_064Die Rettung für die Waldstadt kam vom zweiten Nachbarn - der Bergfeste Ishgard. Dort hatte man die Entwicklungen in Gridania beobachtet und einen Gegenschlag vorbereitet.
8887TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_065Ishgard rief auch Limsa Lominsa und Ul'dah dazu auf, Ala Mhigo den Krieg zu erklären. Dem Ruf wurde Folge geleistet und große Armeen wurden ausgehoben.
8988TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_066Als edler Retter konnte der Papst in Ishgard sich indes nicht aufspielen. Seine wahre Motivation war allzu leicht zu erkennen:
9089TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_067Hätte Ala Mhigo damals Gridania annektiert, so hätten die mhigischen Truppen von Osten und Süden aus in Ishgard einfallen können! Ishgard wäre sicher gefallen ...
9190TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_068Der offizielle Grund für Limsa und Ul'dah, in den Krieg einzutreten, war das Verhindern der Ausweitung des mhigischen Einflussgebiets. Doch natürlich hoffte man in beiden Staaten insgeheim auf später einzulösende Gegenleistungen von gridanischer Seite für diesen *Gefallen*.
9291TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_069Jedenfalls entstand auf diese Weise eine alliierte Armee von vier Staaten. Diese riesige Streitkraft traf im Ostend-Mischwald auf das Hauptheer Ala Mhigos.
9392TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_070Ala Mhigo ließ sich keineswegs durch die gegnerische Truppenstärke beeindrucken. Spähtrupps kundschafteten die Alliierten aus, und so gelang es, genaue Informationen über deren Schlacht­ord­nung zu gewinnen.
9493TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_071Man stellte Langspießträger gezielt gegen die berüchtigte schwere Kavallerie aus Ishgard auf.
9594TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_072Und selbst der mhigische König Manfred begab sich persönlich an die Front, um die Moral seiner Truppen zu stärken.
9695TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_073Die Alliierten verfolgten jedoch eine gerissene Taktik. Die Reiterei zog sich in den Wald zurück, wo sie selbst nicht viel ausrichten konnte.
9796TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_074Allerdings waren auch die nachrückenden Langspießträger im Wald weit weniger effizient und hatten gegen die dort lauernden limsischen Piraten und ul'dhischen Gladiatoren keine Chance.
9897TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_075Den größten Schaden richteten jedoch die gridanischen Bogenschützen an, die außerhalb des Waldes lauerten und auf jeden mhigischen Soldaten schossen, der den Schutz der Bäume verließ.
9998TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_076Sie schossen nicht nur mit tödlicher Präzision, sondern stärkten mit ihren Kriegsliedern auch die Moral der Alliierten.
10099TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_077Das Heer Ala Mhigos wurde vernichtend geschlagen.
101100TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_078Feldherr Gylbarde starb auf dem Schlachtfeld und König Manfred wurde schwer verwundet.
102101TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_079Und damit endet auch schon meine stark komprimierte Zusammenfassung der damaligen Ereignisse im Ostend-Mischwald. Ich habe das Gefühl, dass du bei mir eine ganze Menge lernen kannst, Player.
103102TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_090Eine gute Frage. Dann will ich mal deine grauen Zellen mit Informationen füttern ...
104103TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_091Die Mönche und ihr Orden „Rhalgrs Faust“ sind für mich als Wissenschaftler genauso interessant wie jede andere religiöse Gemeinschaft:
105104TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_092Nämlich auf eine ganz eigene, armselige Weise.
106105TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_093Der Orden lehrt all diejenigen, die dumm genug sind, an solch einen Humbug zu glauben, dass man sich durch unablässiges Training von Körper und Geist dem Gott Rhalgr nähern könne.
107106TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_094Ihr Training ermöglicht es den Mönchen, die ätherische Energie im Innern ihrer Körper zu kanalisieren und sie gezielt einzusetzen, um große Zerstörung zu verursachen.
108107TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_095Die Mönche beziehen sich dabei auf die Chakren des Körpers, aber glaube mir, wenn ich dir sage, dass es nichts weiter als Äther ist.
109108TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_096Mit der primitiven Gabe gesegnet, Dinge besonders hart schlagen zu können, entwickelte sich der Kult in eine Art Schutztruppe für den Haupttempel, der in Gyr Abania und somit in einer sehr rauen Gegend gelegen war.
110109TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_097Über die Jahre jedoch wuchs das, was als kleine Gruppe religiöser Fanatiker begann, die um ihr Überleben kämpften, zu einer ehrgeizigen Organisation religiöser Fanatiker heran, die um die Vor­macht­stel­lung in der Region kämpfte.
111110TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_098Die damaligen Machthaber in Ala Mhigo waren ob des wachsenden Einflusses der kriegerischen Mönche verständlicherweise besorgt und hielten sie dazu an, im Namen Rhalgrs für Ala Mhigo zu kämpfen. Anstatt den Orden zu verbieten, machte man sich seine Macht also zunutze.
112111TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_099Verbindungen zu den Adelsgeschlechtern des Staates wurden gestärkt und die Kriegermönche wurden als fester Bestandteil in die Streitkräfte Ala Mhigos integriert.
113112TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_100Den Mönchen wurden viele Zugeständnisse gemacht und in den nächsten Jahren sollte ihr politischer Einfluss im Staate beträchtlich wachsen.
114113TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_110Vom Untergang einer Religion zu erzählen, macht mir ja zuge­gebener­maßen Spaß. Dann spitz mal die Ohren!
115114TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_111Die Macht von Rhalgrs Faust wuchs immer weiter und alsbald wurde der Orden offiziell zur Staatsreligion erklärt. Der politische, ökonomische und auch kulturelle Einfluss der Mönche wuchs weiter und es versteht sich von selbst, dass einige alteingesessene Herrschaften über diese Entwicklung gar nicht erfreut waren.
116115TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_112Allen voran der letzte und grausamste König von Ala Mhigo: Theoderic. Er sah in den Mönchen potenzielle Rivalen und wollte nicht warten, bis sie mächtig genug wurden, ihm seinen Königsthron streitig zu machen.
117116TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_113Um seine Position religiös zu untermauern, proklamierte er einfach, dass die Königswürde sein gottgegebenes Recht und Privileg sei. Die Göttin Nymeia, Herrin des Rhalgr, hätte sie ihm zugesprochen.
118117TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_114Daraufhin ließ er die Anbetung Rhalgrs und aller anderen Götter verbieten und verlangte, dass alle Gebete in Ala Mhigo an Nymeia zu richten sein, um seine absolute Herrschaft zu etablieren.
119118TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_115Natürlich protestierten die Anhänger Rhalgrs im ganzen Staat, genauso wie es Theoderic vorhergesehen hatte!
120119TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_116Er nutzte den Aufruhr, um einige hochrangige Mitglieder des Ordens ins Gefängnis werfen zu lassen, wo sie unter Folter gestanden, sie hätten einen Putsch gegen den König geplant.
121120TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_117Im Jahre 1552 der Sechsten Ära des Lichts führte Theoderic eine riesige Armee zum Haupttempel der Mönche und umstellte ihn.
122121TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_118In der daraufhin entbrennenden Schlacht wurden alle niedergemacht - egal, ob sie Mönche waren, Diener, die die Felder bestellten, oder einfache Bauern, die im Tempel Zuflucht gesucht hatten.
123122TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_119Die Kriegermönche kämpften heroisch, doch sie waren hilflos in der Unterzahl. Mit dem Massaker an jenem Tag verschwand die Bruderschaft. Viele ältere Mönche begingen aus Gram Selbstmord und mit ihnen erloschen auch die geheimen Kenntnisse des Ordens.
124123TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_120Es wird angenommen, dass alle Mönche, die um die Geheimnisse der sogenannten Chakren wussten, damals ums Leben kamen ...
125124TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_121Aber wie lassen sich dann Widargelts Fertigkeiten erklären? Das Ende des Ordens scheint jedenfalls nicht das Ende aller Mönche gewesen zu sein.
126125TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_130Der Silbertränensee ... Zu diesem Thema könnte man ganze Bücher füllen. Lass mich kurz überlegen, wo ich überhaupt anfangen soll ...
127126TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_131Seit der Antike wird dem Silbertränensee und der Region Mor Dhona, in der er sich befindet, eine große *spirituelle* Energie zugeschrieben - wie ungebildete Individuen sie nennen würden.
128127TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_132Der Glaube daran ist so alt, dass selbst die Gruft von Xandes, dem ersten Kaiser des Allagischen Reichs, dort angelegt wurde. Man glaubte tatsächlich, die *mystische* Energie des Sees würde ihn wieder zum Leben erwecken.
129128TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_133Nun, es gibt jede Menge Legenden, die sich um den See ranken. Am bekanntesten ist wohl die des Drachengotts. Auch wenn Völkerkunde nicht mein Hauptfach ist, so will ich ganz allgemein erzählen, worum es darin geht.
130129TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_134Erst wurde Althyk geboren, der Gott der Zeit, dann folgte seine jüngere Schwester Nymeia, die Göttin des Schicksals.
131130TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_135Dann kam das Wasser und durch es entstand der Silbertränensee als Zentrum von allem, das war. Der See wurde Quell allen Lebens und auch Ursprung der Magie.
132131TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_136Mit dem Wasser kam der Hohe Drache Midgardsormr, und Bruder Zeit und Schwester Schicksal, die fürchteten, der See könne in die Hände des Bösen fallen, befahlen dem Drachen zum Beschützer des Sees zu werden.
133132TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_137Viel später, als die Sterblichen begannen diese Gegend zu bewohnen, huldigten sie Midgardsormr als Schutzgott des Silbertränensees.
134133TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_138Warst du schon einmal am Silbertränensee, Player? Dann musst du den riesigen leblosen Drachenkörper erspäht haben, der mit ausgeweiteten Schwingen wie versteinert über dem See thront - das ist Midgardsormr.
135134TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_139Es ist erst fünfzehn Jahre her, dass sich die Tragödie ereignete. Nachdem die Garlear meine Heimat Ala Mhigo überfallen hatten, entsandten sie eine riesige Luftstreitmacht zum Silbertränensee, angeführt von dem monströsen Luftschlachtschiff *Agrius*.
136135TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_140Natürlich wussten die Garlear, dass der See als das Gebiet mit der höchsten Konzentration ätherischer Energie galt.
137136TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_141Und dann, als die Luftschiffe des bösen Kaiserreichs den Himmel verdunkelten, erschien ein ebenso dunkler, Tod verheißender Schatten unter der Was­ser­o­ber­flä­che. Das Wasser teilte sich und Midgardsormr schoss zum Himmel empor, um sein Gewässer zu verteidigen.
138137TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_142Der darauf folgende Kampf zwischen Midgardsormr und der *Agrius* ging in die Geschichtsbücher ein. Der Drache kämpfte mit göttlicher Stärke und brachte das Luftschiff, das noch immer von seinem Körper umschlungen war, letztendlich zum Absturz.
139138TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_143Doch als es in den See stürzte, explodierten die riesigen Erdseim-Tanks und Midgardsormr starb in einem Inferno aus Flammen, die seinen Körper kohlenschwarz verbrannten.
140139TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_144Die *Skulptur* vom Wrack der *Agrius*, umschlungen von Midgardsormr, wird nun der „Hüter des Sees“ genannt.
141140TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_145Für viele religiöse und mythologische Enthusiasten ist die Skulptur allein der Beweis für die Existenz der Götter. Für die meisten anderen jedoch ist sie ein Mahnmal an die Schrecken, die die Garlear über jeden ihrer Feinde bringen.
142141TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_146Warum der Drache an jenem Tag erschien? Ob es sich dabei wirklich um den legendären Midgardsormr handelte?
143142TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_147Diese Fragen bleiben bis heute unbeantwortet. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass alles an jenem Tage von den Garlearn selbst inszeniert wurde, um ihre Macht zur Schau zu stellen.
144143TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_148Aber lassen wir die Drachen und Garlear einmal außen vor und sprechen über meine eigene Entdeckung am Silbertränensee!
145144TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_149Der Äther in diesem Areal ist in einem extrem chaotischen Zustand. Ich hatte lange Zeit angenommen, der Kampf zwischen den Garlearn und dem Drachen wäre die Ursache dafür, doch dem ist nicht so!
146145TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_150Die Störungen, die ich feststellen konnte, wurden nicht alle von einer Quelle verursacht. Neben dem Äther, der noch immer vom Hüter des Sees emittiert wird, stammen große Mengen ätherischer Energie tief aus der Erde, südöstlich des Sees.
147146TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_151Ich habe die Wellenmuster dieser Energie studiert und festgestellt, dass sie genau das Konstrukt formen, von dem sie ausgehen - dem Kristallturm!
148147TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_152Dass gerade *ich* auf ein solch legendäres Bauwerk stoßen sollte! Der Inbegriff allagischer Kultur und Technologie! Es war die große Katastrophe vor ungefähr 5000 Jahren, die den Turm aus seinem Schlummer weckte und ihn nach und nach aus der Erde hob.
149148TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_153Und nun ragt er wieder wie einst in den Himmel auf!
150149TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_154Du musst ihn mit eigenen Augen gesehen haben. Es gibt kaum einen beeindruckenderen Anblick. Der donnernde Applaus meiner Kollegen, als ich ihnen meine Theorie über diesen Turm vorgelegt habe, klingt mir auch jetzt noch in den Ohren. Und was für Diskussionen ich damit entfachte ...
151150TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_155Nun gibt es eine Gruppe aus Forschern, die sich gänzlich mit den Allagern befassen. Die Sankt Coinach-Stiftung nennen sie sich. Ich harre gespannt, welche Früchte ihre Forschung tragen wird.
152151TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_160Wie ich womöglich bereits erwähnte, war König Theoderic ein ruchloser Tyrann, der für den Untergang von Rhalgrs Faust verantwortlich zu machen ist. Es ist daher auch nicht überraschend, dass er der letzte König Ala Mhigos war.
153152TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_161Aber sein Aufstieg und sein Fall - das ist der Stoff, aus dem die Träume von Historikern wie mir sind!
154153TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_162Theoderics Gier nach Macht war so groß, dass nur eine absolute Alleinherrschaft ihn zufrieden stimmen konnte. Um den politischen Einfluss der Mönche einzuschränken, die an Rhalgr glauben, erklärte er seine königliche Macht als gottgegebenes Recht und Privileg, das er von Nymeia selbst erhielt.
155154TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_163Was folgte, war ein Kreuzzug, der in der Auslöschung der Mönche endete. Hatte ich das bereits erwähnt?
156155TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_164Wie dem auch sei, seine barbarischen Taten erschütterten die Ge­sell­schaft Ala Mhigos im Kern.
157156TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_165Die Zeit seiner Herrschaft war eine Ära der Verfolgungen und des blanken Terrors.
158157TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_166Nach dem Massaker am Haupttempel der Mönche verschwand die Opposition fast vollständig.
159158TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_167Danach begann Theoderic mit erschreckendem Enthusiasmus ein Adelsgeschlecht nach dem anderen auszulöschen, damit auch diese ihm den Thron nicht streitig machen konnten. Häuser, Ränge, Titel - all dies spielte dabei für ihn keine Rolle.
160159TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_168Enthauptungen standen auf der Tagesordnung und es gab bald keine Köpfe mehr, die Theoderic noch rollen lassen konnte.
161160TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_169Sein Zorn richtete sich bald gegen jeden, der auch nur den geringsten Bruchteil seiner Macht besaß. Nach den Adligen machte er Jagd auf Abgeordnete und reiche Kaufleute.
162161TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_170Um ihr Leben fürchtend wandten sich viele Angeklagte an die Königin und flehten darum, sie möge ihrem manischen Gatten Einhalt gebieten. Doch der König war taub auf diesem Ohr und ließ sich auch von seiner Gemahlin nicht die Blutlust austreiben.
163162TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_171Keine andere Lösung sehend, verschwor sie sich mit einigen übrigen Adligen und plante einen Anschlag auf Theoderic.
164163TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_172Der Plan kam jedoch ans Tageslicht und alle Verräter verloren ihren Kopf.
165164TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_173Danach wurde Theoderic - selbst von seiner eigenen Frau betrogen - noch paranoider und seine Maßnahmen immer absurder. Bald schon ließ er zufällige Bewohner der Stadt hinrichten, egal, ob Bettler oder Edelmann.
166165TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_174Du kannst dir sicher ausmalen, was als Nächstes passierte.
167166TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_175Im Palast wimmelte es bald nur so von Nachahmern und Denunzianten. Auch für diese Entwicklung wollte Theoderic jemanden verantwortlich machen und führte seinen treuesten Vasallen dem Henkersbeil zu.
168167TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_176Als die Unterdrückung nicht länger zu ertragen war, starteten die Bewohner Ala Mhigos eine Revolte und stürmten den Palast. Die königlichen Wachen traten beiseite und öffneten bereitwillig die Tore.
169168TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_177Manch einer behauptet, die Revolte wurde von garleischen Spionen inszeniert, damit die Garlear das entstehende Chaos für ihren Angriff nutzen konnten - und diese Theorie klingt recht plausibel.
170169TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_178Am Ende war Theoderic immerhin bei so klarem Verstand, einen Selbstmord dem Tod durch die Hände eines aufgebrachten Mobs vorzuziehen, und er beendete sein eigenes Leben und seine Schreckensherrschaft.
171170TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_179Nur ein männlicher Nachfolger des Königs, sein Neffe, überlebte: Theodred.
172171TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_180Seine Mutter hielt ihn in einem abgelegenen Tempel der Faust des Rhalgr versteckt, wo er den Wahn des Tyrannen überlebte.
173172TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_181So, und das war die Geschichte des letzten Königs von Ala Mhigo. Es gibt viele Lehren, die man daraus ziehen kann. Ich hoffe nur, dass ich dir nicht alles umsonst erzählt habe.
174173TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_200Widargelt und seine Schülerinnen streifen weiterhin durch Gyr Abania und verbreiten die Lehre von Rhalgrs Faust.
175174TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_201Es geht nicht nur darum, eine Kampfkunst zu verbreiten - sie wollen auch einen ausgelöschten Glauben neu entfachen. Keine leichte Aufgabe, aber Widargelt ist entschlossen. Er wird es schaffen.
176175TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_202Widargelt und ich hatten unsere Differenzen, aber ich bewundere seinen Entschluss. Er liebt sein Land und seine Leute, und auch, wenn er nicht immer der Hellste ist, respektiere ich sein großes Herz. Rhalgrs Faust hat gut gewählt.
177176TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_205Widargelt? Ja, das kann ich dir erzählen.
178177TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_206Er ist nach Rhalgrs Wacht gegangen, um seine Lehre an die Be­freiungs­armee weiterzugeben.
179178TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_207Zentsa und Tchakha haben ihn begleitet und üben tagein, tagaus mit den Soldaten im Tempel der Faust. Warum ich das alles weiß?
180179TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_208Ich war selbst da und habe sie gesehen. Alles rein zufällig, natürlich.
181180TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_220Widargelt? Er war lange in Rhalgrs Wacht und verbreitete seine Lehren.
182181TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_221Dann hat er seine sieben Sachen gepackt und sich mit Zentsa und Tchakha auf den Weg nach Garlemald gemacht.
183182TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_222Im Kaiserreich war jede Art von Religion strikt verboten. Kein guter Ort, um die Lehren von Rhalgrs Faust zu verbreiten, möchte man meinen.
184183TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_223Doch diesmal ist er unterwegs, um Leben zu retten. Es ist meine Pflicht als Mönch, sagte er.
185184TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_224Er ist immer noch unterwegs. So bald werden wir ihn nicht wiedersehen, aber wir tun gut daran, uns hin und wieder an ihn zu erinnern.
186185TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_210Ich habe ein paar interessante Dinge über Theobald - oder sollen wir ihn besser Adri nennen? - erfahren. Nach dem Kampf wurde er in die Obhut eines Heilers in Ala Gannha gegeben - doch schon am nächsten Tag war er aus dessen Haus spurlos verschwunden.
187186TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_211Er ist auf der Flucht, und kannst du raten, vor wem? Vor der Leichenbrigade natürlich! Mir sind da nämlich ein paar pikante Details zu Ohren gekommen.
188187TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_212Ein Doppelgänger des Greifen war in Thanalan unterwegs und hat sich an die Leichenbrigade gewendet, um Verbündete für den Kampf der Eisenmasken zu gewinnen. Das kann nur Adri gewesen sein.
189188TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_213Die Leichenbrigade selbst war für ihre Schandtaten im Namen des Tyrannen­königs in Ala Mhigo geächtet. Kein Mhigit würde sie mehr willkommen heißen.
190189TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_214Das hat Adri ausgenutzt und versprach ihnen, ihnen wieder ein Zuhause zu geben - wenn sie ihm dabei helfen, den Thron zu besteigen. Ob sie ihn für den rechtmäßigen Thronfolger hielten, vermag ich nicht zu sagen. Es spielt auch keine Rolle. Für die Leichenbrigade war es eine Chance, in Ala Mhigo wieder etwas zu sagen zu haben, also bissen sie an.
191190TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_215Die Leichenbrigade hat sich einspannen lassen und viel riskiert, aber Adris Plan ist gescheitert. Worüber die Leichenbrigade nicht erfreut sein dürfte. Im Gegenteil. Wie ich höre, sinnen sie auf Rache.
192191TEXT_JOBDEFMNK_00093_ERIK_000_216Und ungefähr zur selben Zeit, als Adri verschwunden ist, hat man eine Handvoll Leichenbriganten durch das südliche Thanalan ziehen sehen, in Richtung Gyr Abania. Mehr weiß ich nicht ... aber man kann ja eins und eins zusammenzählen.